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Delitzsch Hoffnung für Gelände des Biomassekraftwerks Delitzsch
Region Delitzsch Hoffnung für Gelände des Biomassekraftwerks Delitzsch
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11:57 16.04.2019
Das Gelände des Biomassekraftwerkes in Delitzsch soll neu genutzt werden. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Vielleicht sitzt die große Chance für ein vom Schlackeberg befreites Delitzsch in Markkleeberg. Dort jedenfalls hat jener Investor seinen Geschäftssitz, der das Biomassekraftwerk Delitzsch (BKD) erworben hat. Genauer die grundpfandrechtlich gesicherte Forderung. So jedenfalls nennt das im Juristendeutsch der Insolvenzverwalter. So oder so: Das BKD hat einen neuen Besitzer. Die bisherige Eigentümerfirma soll sich in Liquidation befinden.

BKD Delitzsch unter Beobachtung

Ist das nun ein neues Kapitel für die einstige Zuckerfabrik? Und ist es die Hoffnung auf Beseitigung des Müllberges? Mehrfach haben die Eigner in den vergangenen Jahren gewechselt, diverse GmbH’s waren Besitzer, immer wieder aber endete es in Pleiten. So ist – und das bewegt die Delitzscher besonders – auch seit Jahren nichts an dem Schlackeberg geschehen, der auf dem Gelände lagert und als potenziell giftig gilt. 40 000 Tonnen Asche und Schlacke sind in direkter Nähe zu einem Wohngebiet angelagert, was bereits seit Jahren von den Grünen und der Bürgerverein Sauberes Delitzsch Land e.V kritisiert wird. Auch die Stadt Delitzsch will den Aussagen des Landratsamtes und des sächsischen Umweltministeriums nicht glauben, wonach der abgelagerte Müll unbedenklich sei und davon „keine Gefahren für Schutzgüter“ ausgehen würden und hat sich nach 2016 jetzt erneut an den Landkreis gewandt. Die im Gertitzer Graben bereits vor drei Jahren festgestellten erhöhten Cadmium-Werte könnten nach Ansicht der Verwaltung durchaus mit dem Schlackeberg in Verbindung stehen. Es gehe um den Schutz der Delitzscher Bevölkerung, heißt es in einem Schreiben an den Landrat.

Grüne kritisieren Umgang mit Kraftwerk Delitzsch

Auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Volkmar Zschocke, abfallpolitischer Sprecher seiner Fraktion, fordert zum Handeln auf: „Seit Jahren ändern sich die Besitzverhältnisse. Der giftige Müll bleibt. Für die Anwohnerinnen und Anwohner ist das ein unhaltbarer Zustand. Nach vielen Jahren Untätigkeit müssen jetzt endlich der Schlackeberg und die Ruine des Kraftwerkes beseitigt werden, um weitere Umweltschäden zu vermeiden.“ Zschocke fordert eine erneute gründliche und transparente Untersuchung des gesamten Areals und beruft sich dabei wiederum auf vom Verein Sauberes Delitzsch Land vorgelegte Fotos und Messergebnisse.

Schon vor etwa einem Jahr hatte der Insolvenzverwalter dem Landratsamt zwar ein Konzept zur Entsorgung vorgelegt, nennenswerte Abfallberäumungen gab es bis dato allerdings nicht. Eventuell kann nun der neue BKD-Besitzer dazu herangezogen werden, die Abfälle zu beseitigen. Diese rechtlichen Möglichkeiten müssen geprüft werden.

Eigentümer aus Markkleeberg

Der neue Eigentümer ist kein unbeschriebenes Blatt. Zahlreiche Immobilien-Projekte im Großraum Leipzig wurden von dem Investor angeschoben; vieles gelang, manches versandete eher – wie das nun einmal so ist in der Branche. Die Immobilienfirma selbst unterhält keine Internetseite. Auf eine schriftliche Anfrage dieser Zeitung wurde bis Redaktionsschluss nicht reagiert.

Von Christine Jacob

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