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Delitzsch Im Barockschloss Delitzsch sind dieses Jahr wieder drei neue Sonderausstellung zu sehen
Region Delitzsch Im Barockschloss Delitzsch sind dieses Jahr wieder drei neue Sonderausstellung zu sehen
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13:12 28.02.2018
Museologe Mathias Graupner zeigt ein handgefertigtes Diorama. Es wurde von Hartmuth Seltmann gestiftet und zeigt die Plünderung eines Bauernhofes im Dreißigjährigen Krieg. Diesen will das Museumsteam 2018 in einer Sonderschau thematisieren. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Auch für das Delitzscher Barockschloss war 2017 ein erfreuliches Jahr. 13 682 Menschen besuchten das Museum, informiert die Stadtverwaltung, das sind 526 mehr als im Vorjahr. Derzeit läuft noch bis zum 28. Januar die Sonderausstellung „Engel – geflügelte Boten“ , in der es am letzten Tag ab 14 Uhr noch einmal eine Führung gibt. „Solche museumspädagogischen Angebote haben wir 2017 zu jeder Ausstellung unterbreitet“, berichtet Museumsleiter Jürgen Geisler, und damit „über 50 Führungen mehr als 2016“ durchgeführt. In der Summe seien es 249 Führungen an 359 Öffnungstagen gewesen, drückt es der Museumschef in Zahlen aus. Bei der Ausstellungen „Leonardo da Vincis Maschinen“ und „Engel – geflügelte Boten“ sei es gelungen, viele junge Besucher ins Schloss zu locken. Etwas schade findet Geisler, dass das Führungsangebot zur Sonderschau „Neue Heimat Delitzsch – Umsiedlung und Vertreibung“ lediglich von zwei Schulklassen genutzt worden ist.

Auch für dieses Jahr bereitet das Museumsteam wieder drei neue Sonderausstellungen vor. Die nächste Schau öffnet am 10. Februar bis zum 29. April ihre Pforten. „Stuhlbesessen. Geschichte – Funktion – Design“ stellt das in Mitteleuropa am häufigsten genutzte Sitzmöbel, den Stuhl, in den Mittelpunkt. Präsentiert werden unter anderem 60 Exemplare aus der Sammlung von Andreas Mahlfeld – ein Chirurg und leidenschaftlicher Sammler von rund 400 Stühlen aller Art. Wie Jürgen Geisler informiert, ist dieses Thema auch aufgegriffen worden, weil in der Barockzeit, die meisten Stuhlmodelle erfunden worden seien.

Schwerpunkt 30-Jähriger Krieg

Die inhaltlich wichtigste und zeitlich auch längsten dauernde Sonderschau des Delitzscher Museums widmet sich dem 30-Jährigen Krieg, dessen Ausbruch sich in diesem Jahr zum 400. Mal jährt. Dieses Thema greifen alle Museen im nordsächsischen Raum spezifisch auf. „Wir wollen die Folgen für die Bevölkerung, Soldaten, Städte und Dörfer darstellen“, erklärt Geisler. Deshalb ist die Delitzscher Ausstellung mit „Je weniger Klingen – je größere Herzen. Kampf und Leid, Dreißigjähriger Krieg um Delitzsch und seine Folgen“ überschrieben. Zu dieser Ausstellung wird ein umfangreiches Begleitprogramm vorbereitet. Dieses soll unter anderem zwei Konzerte mit dem Leipziger Sinfonieorchester, eine Lesung in der Stadtbibliothek sowie Vorträge von Gastreferenten zu den Schlachten bei Breitenfeld und Wiederitzsch vor den Toren von Delitzsch beinhalten. Eröffnet wird diese Exposition anlässlich des Schlossfestes am 19./20. Mai. Zusehen ist sie dann bis zum 28. Oktober.

Filigrale Kunst

Filigrane Scherenschnittkunst ist am Jahresende bis Anfang März 2019 im Barockschloss in der Ausstellung „Mit dem Messer gezeichnet – Scherenschnitt und Schattenriss vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ zu bewundern. Für diese Exposition hat das Museum Annette Schröter gewonnen. Sie hat eine Professur für Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und beschäftigt sich privat mit Scherenschnitten. Die Künstlerin nutzt die alte Technik des Scherenschnitts, um aktuelle Themen umzusetzen. Fragmente alter Industriearchitektur, Graffiti, Helden aus der Pop- und Jugendkultur sind unter anderem Motive, die die Leipzigerin in ihren riesigen, zum Teil farbigen Scherenschnitten thematisiert. Einige davon wird sie ab 16. November in Delitzsch zeigen.

Zwei Kamingespräche (Termine und Themen stehen noch nicht fest), die Nacht der Türme am 9. März, das Konzert „Sommertöne-Festival“ (Termin noch offen), Picknick im Barockgarten mit Gartenführung am 8. Juli und der Tag des offenen Denkmals am 9. September runden das Programm des Museums für dieses Jahr ab.

Von Thomas Steingen

Die Schäden bei Gartenlaubeneinbrüchen gingen im vergangenen Jahr in Sachsen in die Millionen. Derzeit verzeichnet die Polizei im Raum Delitzsch eine „eher ruhige Phase“, was diese Straftaten betrifft. Polizei und Kreisverband der Kleingärtner führen das auf die Vorsorge der Laubenpieper zurück. „Wertvolles wird weggeräumt“, so die Polizei.

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