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Delitzsch In Delitzsch weniger Ärger mit illegal aufgestellten Altkleidercontainern
Region Delitzsch In Delitzsch weniger Ärger mit illegal aufgestellten Altkleidercontainern
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07:00 01.08.2016
Mit einer Kleiderspende an Verbände wie DRK oder Lebenshilfe können Aufgaben wie die Katastrophenhilfe querfinanziert werden. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Schnell sind sie aufgestellt, schnell sind sie umgesetzt. Altkleidercontainer tauchen auf Parkplätzen auf, an Gehwegen, neben Grünflächen, meist in direkter Nachbarschaft zu den Altglascontainern. Und mitunter illegal. Ohne nachvollziehbare Aufdrucke wie Firmenlogo oder Adresse auf den Bleckkisten buhlen Geschäftsleute so um Kleiderspenden. An Bedürftige, meint man im guten Glauben. Und unterstützt doch nur Geschäftemacher.

Private Sammelunternehmen mit nicht genehmigten Containern sind ein Problem, das ganze Landkreise betrifft. Für Verbände wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) oder die Lebenshilfe, die entweder die Sachen direkt an Bedürftige wie zum Beispiel Flüchtlinge weitergeben oder an weitere Verwerter. Daraus wieder wird Kapital geschöpft. Das Geschäft wird zur Querfinanzierung ihrer Aufgaben wie Jugendrotkreuz, Bevölkerungsschutz oder Arbeit für Menschen mit Behinderung genutzt. Das allerdings funktioniert immer schlechter solange das Sammelvolumen in ihren Containern aufgrund der vielen Konkurrenz abnimmt. Auch in Delitzsch und Umgebung kennt man die Sorge. Zuletzt wurde vor vier Jahren jeweils ein Altkleidercontainer auf dem Parkplatz im Rosental und in der Carl-Friedrich-Benz-Straße illegal aufgestellt, teilt die Verwaltung mit. Aktuell sei kein Fall bekannt. Dennoch rätseln Anwohner im Delitzscher Norden über mögliche illegale Container. Auch das ist keine Seltenheit: private Flächen werden an unterschiedliche Unternehmen vermietet.

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Sollte einem dagegen ein solcher Fall illegaler Container bekannt werden – etwa bei plötzlich neben Altglassammlern auftauchende unkenntliche Container –, würde durch die Stadtverwaltung eine Beräumungsanordnung mit Zwangsgeldandrohung zunächst angedroht und anschließend durchgesetzt. Mit Anliegen an die Stadt können sich die Delitzscher zum Beispiel im Bürgerbüro unter 034202 67200 melden. Was derzeit an Sammelcontainern in Delitzsch steht, hat aber seine Berechtigung: Momentan sind auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet Delitzsch an 63 Stellplätzen Altkleidercontainer aufgestellt. „Weitere Anträge werden bei der momentanen Belegung abgelehnt, da die Anzahl der vorhandenen Container ausreichend ist“, versichert man im Rathaus. In der Regel würden ein bis zwei Container an jedem Standort stehen. „Die Stadtverwaltung hat Gestattungsverträge mit drei entsprechenden Firmen“, heißt es weiter aus dem Rathaus. Dazu kommen die vom DRK aufgestellten Container.

Delitzscher Verbände sorgen sich

Insgesamt 65 Container-Plätze zur Sammlung von Altkleidern hat das DRK von Bad Düben bis Rackwitz, in Delitzsch sind es 29 Stellflächen. Dass das Geschäft mit den Altkleidern kein Feines ist, hat man vor zwei Jahren erlebt. Container wurden in einer dreisten Diebestour am hellen Tage einfach mit einem Lkw abgeholt und umlackiert. Auch jede Menge Müll wie volle Baby- und Erwachsenenwindeln finden die Abholer vom DRK oder der Lebenshilfe immer wieder. „Aber es ist schon besser geworden, wir hatten schon schlimmere Zeiten“, berichtet Jan Schweiger vom DRK. Wer sich unsicher sei, wem seine Kleiderspende zugute kommt und ob der Container ein vertrauenswürdiger ist, der könne sich auch direkt an die Verbände wenden, rät Jan Schweiger. Beim DRK kann man Kleiderspenden auch direkt in der Kleiderkammer in der Eilenburger Straße abgeben. Auch die Abholung von Spenden ist mal möglich – zum Beispiel bei alten Leuten oder bei Haushaltsauflösungen.

Von Christine Jacob