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Delitzsch Julian aus Delitzsch ist einer der jüngsten Busfahrer Deutschlands
Region Delitzsch Julian aus Delitzsch ist einer der jüngsten Busfahrer Deutschlands
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11:31 20.05.2018
Hat keine Angst vor großen Bussen: Der 19-jährige Julian Bocker aus Delitzsch gehört zu Deutschlands jüngsten Busfahrern. Quelle: Steffen Brost
Delitzsch

Überpünktlich lenkt Julian Bocker seinen zwölf Meter langen Stadtbus auf den unteren Bahnhof in Delitzsch. Er hat jetzt eine halbe Stunde Pause, bevor die nächste Stadtrunde quer durch die Stadt ansteht. Der 19-Jährige gehört zu Deutschlands jüngsten Busfahrern und fährt seit knapp fünf Wochen für das Delitzscher Bus-Unternehmen Auto-Webel GmbH.

Der Liebe wegen nach Leipzig

Bocker stammt eigentlich aus dem Schwarzwald. Der Liebe wegen kam er nach Leipzig, wo er dann den Job im Delitzscher Unternehmen fand. „Ich habe einen normalen Schulabschluss und Berufskraftfahrer bei einer Spedition gelernt. Mit 18 Jahren hatte ich dann auch den Lkw-Führerschein und bin ein Jahr lang Lastwagen gefahren. Doch mein Interesse galt den Bussen. Kleine, große, alles was geht. Schon als Kind haben mich solche Fahrzeuge unheimlich fasziniert. Ich hatte sie alle als Spielsachen. Sogar am Bussimulator am Computer habe ich als Jugendlicher ständig geübt“, erzählt der junge Mann.

Mit Lkw-Fahren ging alles los

Der Job als Lkw-Fahrer war ihm nicht ans Herz gewachsen und auf Dauer zu eintönig. Julian Bocker suchte weiter und wurde bei dem Delitzscher Busunternehmen Auto-Webel fündig. „Ich habe mich dort vorgestellt. Anfänglich herrschte große Skepsis, weil ich so jung war. Keiner war sich auch sicher, ob ich mit 19 Jahren überhaupt einen Bus fahren darf. Auch in der Führerscheinstelle zuckte man die Schultern. Irgendwann kam dann das Okay und ich bekam den Job in Delitzsch.“

Hilfe von Kollegen

Die ersten Male wurde er noch von einem Kollegen eingewiesen, der ihm die verschiedenen Stadtlinien und deren Streckenverläufe zeigte. Am ersten Arbeitstag durfte Julian Bocker dann selber fahren und der Kollege schaute zu. Seit knapp fünf Wochen lenkt der junge Mann nun jeden Wochentag von 6.30 Uhr bis 16.30 Uhr den kleinen Stadtbus alleine durch Delittzsch. Rund 180 Kilometer jeden Tag. Vom Norden in den Süden und vom Osten in den Westen. „Das ist mein Traumjob. Irgendwann will ich dann aber auch noch Überland fahren“, hofft Bocker.

Fahrgäste schauen verdutzt

Auch die Fahrgäste haben den jungen Mann mittlerweile voll und ganz akzeptiert. Und das war am Anfang gar nicht so einfach. „Manche schauten schon sehr verdutzt, als sie mich hinterm Lenkrad sahen. Einige fragten auch, ob ich denn schon einen Führerschein habe. Doch alle wurden von mir sicher bis zu ihrem Ziel gefahren“, so Bocker. Der 19-Jährige kümmert sich um alles selber. Jeden Tag nach seinem Dienst kontrolliert er den Bus, beseitigt Müll und wischt auch mal schnell durch, damit am nächsten Tag wieder alles top aussieht. Angst hat Julian Bocker mit seinem großen Bus nicht. Nur Respekt. Der ist auch notwendig, damit jeder Tag unfallfrei über die Bühne geht.

Chefs sind zufrieden

Seine Chefs sind mit dem wohl jüngsten Busfahrer Deutschlands sehr zufrieden. „Herr Bocker hat in den ersten Wochen bei uns einen sehr guten Job gemacht. Wir hoffen, dass das so bleibt. Für uns ist es auch das erste Mal, dass wir so einen jungen Busfahrer in unseren Reihen haben“, lobt Fahrdiensteiter Thomas Veit den Nachwuchs.

Auch in seiner Freizeit kann der junge Mann nicht von großen Bussen lassen. In einem Dessauer Oldtimerverein engagiert er sich für alte Busse und macht diese mit anderen Bastlern wieder fit. „Wir haben dort drei Oldtimer. Die sind mal im Stadtbetrieb in Berlin gefahren. Wir haben bereits einen wieder flott gemacht. Den kann man jetzt für Hochzeiten, Feste und andere Gelegenheiten anmieten“, weiß Bocker.

Von Steffen Brost

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