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Delitzsch Kann Delitzsch eine Berufsfeuerwehr bekommen?
Region Delitzsch Kann Delitzsch eine Berufsfeuerwehr bekommen?
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12:52 12.09.2019
Die Freiwillige Feuerwehr ist in Delitzsch mehr als 300-mal jährlich im Einsatz. Quelle: Feuerwehr Delitzsch
Delitzsch

Es existiert ein Märchen in Delitzsch, das sogar mancher Stadtrat schon geglaubt hat: Delitzsch hat Berufsfeuerwehrleute. Nein. Dem ist nicht so, auch wenn man tagsüber immer jemanden auf der Wache an Fahrzeugen, Technik oder Gebäude arbeiten sieht. Doch wie zum Beispiel in Oschatz so taucht jetzt auch in Delitzsch die Frage auf, ob es eine Berufsfeuerwehr in der Stadt Delitzsch geben kann.

Delitzsch setzt aufs Ehrenamt

Die Einsatzbelastung immerhin ist hoch. Im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr Delitzsch mit insgesamt 329 Einsätzen rechnerisch fast täglich aus. Damit bewegte sich die Feuerwehr 2018 auf dem Niveau des Jahres 2017. 2016 waren es noch „nur“ 233, im Jahre 2015 236 Einsätze. Auch in diesem Jahr wurde die Marke von 200 Einsätzen schon im Sommer geknackt. 55 Aktive hat die Freiwillige Feuerwehr in der Kernstadt, in der Delitzscher Gesamtwehr mit allen Ortsteilen sind es 220. Allerdings muss auch die Delitzscher wie alle anderen Feuerwehren im Land um jedes Mitglied kämpfen, immer wieder verhindert der Job etwa durch Schichten oder den Druck dort, dass die Aktiven wirklich zum Einsatz kommen können. Eine Berufsfeuerwehr aber hat Delitzsch nicht.

Rund 300 Einsätze absolviert die Feuerwehr Delitzsch jährlich. Auch 2019 mussten die Kameraden im Ehrenamt schon zu etlichen Einsätzen ausrücken.

Muss die Stadt auch nicht haben mit ihren 25 000 Einwohnern: Städte mit mehr als 80 000 Einwohnern müssen in Sachsen eine Berufsfeuerwehr haben, in jeder Gemeinde ist dagegen eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen. Es gibt aber auch kleinere Städte wie Plauen im Vogtland mit 66 000 Einwohnern, die sich eine Berufsfeuerwehr leisten. Riesa mit 30 000 Einwohnern hat sich zu einer anderen Lösung durchgerungen: Die Feuerwehr Riesa verfügt über eine Hauptstelle und sechs Stadtteilfeuerwehren. Die Hauptstelle ist Teil der Stadtverwaltung. Dort sind 18 feuerwehrtechnische Bedienstete in drei Wachgruppen rund um die Uhr einsatzbereit. Dazu kommen ein Sachgebietsleiter und drei weitere Sachbearbeiter – insgesamt also 22 Stellen. Hintergrund dabei ist, dass die Tageseinsatzbereitschaft nicht mit den Freiwilligen allein abgedeckt werden kann, weil viele außerhalb arbeiten und gar nicht verfügbar sind. Weiterhin sei die Anzahl an atemschutztauglichen Einsatzkräften im Ehrenamt tendenziell sinkend.

Fünf Mitarbeiter im Sachgebiet Brandschutz

Auf der Delitzscher Wache im Sachgebiet Brandschutz sind fünf Mitarbeiter mit 40-Stunden-Jobs und zu den regulären Dienstzeiten der Stadtverwaltung beschäftigt. Es sind drei technische Bedienstete, ein Mitarbeiter im vorbeugenden Brandschutz und ein Sachgebietsleiter – es sind keine Berufsfeuerwehrleute. Während ihrer Dienstzeit unterstützen die Mitarbeiter die Tageseinsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Delitzsch. Im Übrigen sind sie ebenfalls ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und sehr engagiert. Die Freiwillige Feuerwehr insgesamt schafft, was sie schaffen muss. So geht aus dem Brandschutzbedarfsplan der Stadt hervor, dass die Schutzziele, die das Sächsische Staatsministerium des Inneren vorgibt, voll erfüllt werden können. Daher sei es das erste Interesse der Stadt, diese Strukturen zu erhalten und punktuell zu stärken, so Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos).

Von Christine Jacob

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