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Delitzsch Krostitz wählt Standort für gemeinsames Depot dreier Ortswehren
Region Delitzsch Krostitz wählt Standort für gemeinsames Depot dreier Ortswehren
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07:00 19.03.2019
Andreas Rauchfuß leitet die Freiwillige Feuerwehr im Krostitzer Ortsteil Zschölkau seit 1985. Quelle: Heike Liesaus
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Krostitz

André Rauchfuß zeigt sich zufrieden: „Damit können wir leben“, erklärte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr des Krostitzer Ortsteils Zschölkau gegenüber der LVZ. Der Gemeinderat Krostitz hat jetzt den Standort für das neue gemeinsame Gerätehaus der drei Ortsteilwehren Hohenossig, Kletzen und Zschölkau bestimmt. Es wird in Hohenossig, Zschölkauer Straße (Abzweig B 2), gebaut. Baurecht und der nötigen Bebauungsplan sind auf den Weg gebracht.

Grundstück in Gemeindeeigentum

Grund für die Zufriedenheit: Die Entscheidung ist nun für ein Gelände an der Zschölkauer Straße gefallen, das sich bereits in Gemeindeeigentum befindet. Auf dem Areal können aber nur das Haus selbst und die Parkflächen gebaut werden. „Für Übungswiese und Ausgleichsflächen müsste deshalb eventuell auf angrenzende Ackerflächen ausgewichen werden“, erklärte der Planer. Ebenfalls im Gespräch war ein Areal an der Kletzener Straße. Es hätte zwar mehr Raum geboten, doch es hätte sich nicht so optimal in das Ortsbild eingefügt. Auch die gute Anbindung der Neubaufläche an die Bundesstraße 2 war eines der Auswahlkriterien.

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Sinnvolle Zusammenlegung

Die Gemeinde will die Wehren in den Ortsteilen dem Stand der Technik entsprechend ausrüsten. Neubauten an den vorhandenen Standorten sind nicht möglich. Denn rund um die historischen Gerätehäuser ist es einfach zu eng, um zeitgemäß zu bauen. In diesem Jahr soll nun erst einmal das Geld in die Planung des neuen Gerätehauses vorgehalten werden, um Förderanträge zu stellen.

„Der Ortschaftsrat hat die Zschölkauer Straße ebenfalls empfohlen“, erklärte Gemeinderätin Jana Krause (CDU) zum Projekt. „Die Sinnhaftigkeit, die Wehren zusammenzulegen, liegt auf der Hand, wenn immer weniger Kameraden Dienst tun können“, betonte sie.

Gut erreichbar

Die Feuerwehrleute aus dem 250-Seelen-Ort Zschölkau hatten sich im Vorfeld gegen den zuerst ins Auge gefassten Standort zwischen Hohenossig und Kletzen gewandt. Denn sie würden es im Fall des Falles als Letzte erreichen. Das Gerätehaus an der Zschölkauer Straße würde nun nur 300 bis 400 Meter vom derzeitigen der Zschölkauer Wehr entfernt stehen. „Das ist für uns gut erreichbar“, stellte Wehrleiter André Rauchfuß fest. Auch er sieht die Zusammenlegung als nötig an. Bei den drei Wehren werden bereits jetzt Ausbildungen und Dienste angenähert. Versprochen sei, dass die Orts-Gruppen auch in Zukunft das eigenständige Leben pflegen können.

Von Heike Liesaus