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Delitzsch Krostitzer Bürgermeister verabschiedet sich in den Ruhestand
Region Delitzsch Krostitzer Bürgermeister verabschiedet sich in den Ruhestand
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08:00 27.03.2019
Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (rechts) wird vom Landrat Kai Emanuel (links) mit Versetzungsverfügung und Kaffee aus Torgau verabschiedet. Stellvertreter Frank Grabsch übernimmt in der nächsten Zeit die Geschäfte. Quelle: Wolfgang Sens
Krostitz

Kein Aprilscherz. Die Signale stehen auf Abschied. Wenn es auch nach 29 Jahren nicht richtig glaubhaft scheint, dass jemand anderes dem Krostitzer Rathaus vorstehen könnte als Wolfgang Frauendorf (CDU). Gestern überbrachte Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos) die Urkunde, die Frauendorf beantragt hatte. „Versetzungsverfügung“ steht drüber. Das schmucklose Papier soll den 67-Jährigen ab Montag, dem 1. April, in den Ruhestand beamen. Irgendwann muss mal Schluss sein, hat er gesagt. Er will die 68 nicht im Amt voll machen. Im April hat er Geburtstag. Aber noch sieht der Schreibtisch nicht danach aus, sondern voll: Akkurat ausgerichtet sind Stiftebox, der Kasten mit Visitenkarten, und zwei Aktenstapel, Bildbände, diverse Glücksbringer, eine Herde Mini-Elefanten. Auf der Schreibunterlage der Grundriss der neuen Mehrzweckhalle. Dieses aktuelle Bauprojekt steht nach vielen Verzögerungen kurz vor der Vollendung. Der Stellvertreter und mögliche Nachfolger im Amt Frank Grabsch (parteilos) wird nun die Organisation der Einweihung übernehmen.

Wohngebiete und Partnergemeinde im Blick

An der Wand gegenüber hat der Noch-Amtsinhaber das Luftbild mit den markanten Kreisverkehren des Wohngebiets Dorfmark im Blick und ebenso die Ansicht von Allègre in der Auvergne, der Krostitzer Partnergemeinde. „Ja, das war schon interessant“, fasst Wolfgang Frauendorf die vergangenen 29 Jahre zusammen. Eigentlich habe er ja gar nicht Bürgermeister werden wollen, damals standen die Kandidaten anderer Parteien zur Debatte. Doch irgendwie klappte es damit nicht. Mit Frauendorf all die Jahre dagegen schon. Anfangs dachte er noch, er könne das Amt nebenberuflich bestreiten und Elektromeister im Delitzscher Ziehwerk bleiben. Alles Illusion. Schnell war klar, der volle Einsatz war gefragt. „Die Bundesstraße und die Erschließung der Gewerbegebiete waren erstmal das Wichtigste. Wer die ersten Jahre verschlafen hat, der hat das nie wieder aufgeholt“, stellt er fest. In Krostitz stehen die Gewerbegebiete und werden erweitert. „Damals hieß es noch, das wir die Flächen für die Umgehungsstraßen frei halten sollten“, sagt Frauendorf. Mit dem Bau der Ausweichrouten hat es bisher allerdings nicht geklappt. Mit anderen Projekten schon. Die Fähigkeiten als Techniker hat er dabei immer eingesetzt, war auf Baustellen ebenso präsent wie als Anschieber der Seniorenarbeit in der Gemeinde.

Urlaub wird ausgesetzt

In den ersten Jahren war kein Urlaub drin. So ähnlich sieht’s auch jetzt aus. Theoretisch könnte er schon zu Hause bleiben. Aber nun gibt er am Freitagvormittag seinen Ausstand. Was danach für ihn kommt? „Ich habe viel zu tun“, erklärt er. Mehr Zeit für Familie. Ehefrau Christina, die ihn all die Jahre den Rücken frei hielt, ist seit zwei Jahren im Ruhestand. Der Sohn ist nun freilich erwachsen.

Die Gemeinde steht finanziell komfortabel da. Fast schuldenfrei. Das ist eine Besonderheit in Sachsen. Was nicht heißt, dass sie nicht sparen muss, dass da einige Baustellen auf einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin warten: Mutschlena, wo sich nun doch Probleme mit den Fördergeldern zur Finanzierung des Straßenbaus ergeben, die Frage der Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden, der weitere Kitaausbau, Seniorenwohnen, Sanierung des Stadions sind nur einige Punkte, die Frauendorf aufzählt.

Von Heike Liesaus

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