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Delitzsch Krostitzer Ortsteile treten im Wettbewerb an
Region Delitzsch Krostitzer Ortsteile treten im Wettbewerb an
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00:21 19.08.2017
Michaela Hübner (Mitte) führt die Jury durch das Dorf, unter anderem ging es zur Symposions-Akademie.
Michaela Hübner (Mitte) führt die Jury durch das Dorf, unter anderem ging es zur Symposions-Akademie. Quelle: Christine Jacob
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Kletzen/Hohenossig

Sie hatten einiges aufgefahren an diesem sonnig-heißen Dienstag. Mit zwei ihrer Ortsteile ist die Gemeinde Krostitz ins Rennen von „Unser Dorf hat Zukunft“ gegangen. Kletzen und Hohenossig, beide nur einen Katzensprung voneinander entfernt, haben sich auf eigene Initiative hin beworben und beide konnten punkten – ganz egal, ob die Bundesstraße 2 dröhnt oder Flieger dicht über die Dörfer fliegen.

Zwischen Bundesstraße und Gnadenhof

Immerhin hatten sich die Einwohner einiges einfallen lassen, um die achtköpfige Jury zu überzeugen, dass diese Dörfer sehr lebens- und liebenswert sind. Kletzen hat kulturelle Initiativen zum Beispiel rund um seine Kirche genauso zu bieten wie sattes Grün und eine starke Gemeinschaft. Im benachbarten Hohenossig durfte ein Besuch im Künstlerhaus, wo noch bis Freitag das schon 27. Druckgrafik-Symposion mit fünf Künstlern läuft, nicht fehlen. Und mit dem starken Zusammenhalt als Bürgerinitiative (BI) kontra B 2 mitten durch den Ort und pro Umgehung beweist der Krostitzer Ortsteil, dass er an seiner Zukunft arbeitet. „Wir sind ein sehr lebendiges Dorf“, so Michaela Hübner von der BI, die die Jury durch den Ort führte. „Es gibt hier viele Leute, die aktiv etwas gestalten“, spannte die Hohenossigerin den Bogen von Lesungen über Sportlerbälle bis hin zum Gnadenhof für Tiere und dem nun schon fünf Jahre währenden Engagement der BI. All diese Initiativen wolle man zukünftig noch stärker bündeln, betonte Michaela Hübner.

Mehr als Schönheit zählt

Und genau darum geht es auch bei dem Wettbewerb, es geht um mehr als ein auf den ersten Blick schön anzusehendes Dorf. Es geht um die inneren Werte: Fünf Bereiche stehen im Mittelpunkt der Bewertung durch die Jury. Vom sozialen Engagement und kulturellen Initiativen über Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen bis hin zur Grüngestaltung und Siedlungsentwicklung reichen die Fragebögen der Jury, der Gesamteindruck fließt ebenfalls mit in die Wertung ein.

13 nordsächsische Bewerber gibt es für den 10. Sächsischen Landeswettbewerb. Schon sieben der nordsächsischen Wettbewerbsteilnehmer kommen aus der Region rund um Delitzsch, fünf davon allein stellt schon die Gemeinde Schönwölkau. Die drei Erstplatzierten der 13 Bewerber werden sich 2018 der Landesjury präsentieren, die beiden Landessieger vertreten Sachsen 2019 im Bundeswettbewerb.

Von Christine Jacob