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Delitzsch Krostitzer bereiten sich auf erneute Bürgermeisterwahl vor
Region Delitzsch Krostitzer bereiten sich auf erneute Bürgermeisterwahl vor
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18:12 02.09.2019
Die Krostitzer haben am Sonntag bei der Landtags- und Bürgermeisterwahl abgestimmt. Quelle: Mathias Schönknecht
Krostitz

3241 Wahlberechtigte, 2521 gültige Stimmen. Die Bürgermeister- und Landtagswahl zog in Krostitz 78,2 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung. Und nun werden die Krostitzer noch in diesem Monat erneut aufgerufen, denn der erste Wahlgang erbrachtekeine eindeutige Mehrheit für einen der fünf Bürgermeister-Kandidaten: Frank Grabsch, der vom CDU-Verband nominiert wurde, errang 1166 Stimmen; Oliver Kläring, der ebenfalls CDU-Mitglied ist, aber als unabhängiger Kandidat antrat, konnte 923 Wähler-Stimmen auf sich vereinigen. Es folgten Frank Schenker (parteilos, von der FDP aufgestellt) mit 181 Stimmen, Steffen Thoss (parteilos) mit 155 Stimmen und Ullrich Triller (parteilos, von der Partei Die Linke aufgestellt) mit 96 Stimmen.

Somit wird am Sonntag, dem 15. September, ein zweiter Wahlgang folgen, um den neuen Krostitzer Bürgermeister zu küren. Doch dann reicht die einfache Mehrheit. Alle bisherigen Kandidaten dürfen erneut antreten. Ein neuer darf nicht dazukommen. Wer von den Kandidaten wird sich nochmals zur Wahl stellen? Wie bewerten sie das Ergebnis vom Sonntag?

Frank Grabsch. Quelle: privat

Frank Grabsch (46): „Natürlich ist das Ergebnis Grund zu jubeln. Man darf nicht vergessen, dass andere Kandidaten Zeit hatten, sich persönlich vorzustellen. Das konnte ich aufgrund meiner Tätigkeit, die ich derzeit für die Gemeinde ausübe (Frank Grabsch ist derzeit ehramtlich amtierender Bürgermeister, A.d.R.), nicht. Wenn ein solches Feedback kommt, dann muss man das Ziel natürlich weiterverfolgen. Ich werde versuchen, mich in den kommenden zwei Wochen noch dem ein oder anderen vorzustellen. Aber vor allem müssen wir jetzt für die Kita-Erweiterung in Hohenossig Gas geben. Denn dafür ist derzeit einiges in die Wege zu leiten.“

Oliver Kläring. Quelle: privat

Oliver Kläring(36): „Die hohe Wahlbeteiligung ist erfreulich. Sie zeigt das Interesse auch für die Landtagswahl. Ich trete natürlich zur Zweitwahl an. Es freut mich, dass so viele Vertrauen in mich setzen. Es bleibt also spannend. Am 15. September wird sich dann zeigen, wie es mit der Gemeinde Krostitz weitergeht. Ich werde in der Zwischenzeit weiter für Gespräche bereitstehen.“

Frank Schenker. Quelle: privat

Frank Schenker (46): „Ich bin schon persönlich enttäuscht, dass mir so wenige zustimmten. Ich dachte, dass Themen wie Transparenz und nachhaltige Gemeindeentwicklung mehr Anklang finden. Trotzdem bleibt für mich ein positives Fazit: Mehr als 50 Prozent der Wähler will eine Veränderung in der Gemeinde. Ob ich auch noch bei der Zweitwahl antreten werde, will ich in den kommenden Tagen entscheiden. Eins steht schon jetzt fest: Das Engagement der FDP in der Gemeinde wird keine Eintagsfliege bleiben.“

Steffen Thoss. Quelle: privat

Steffen Thoss (57): „Ich finde es enttäuschend. Ich war mehr als 20 Jahre im Gemeinderat und 27 Jahre selbstständig. Ich hätte gedacht, dass ich mehr Achtung erfahre. Ich habe immer unterstützt und mich überall engagiert, auch finanziell. Da bekommt man keinen Dank. Ich werde mir das künftig auch ein bisschen anmerken lassen. Ich hätte das wirklich nicht geglaubt. Schreiben Sie das ruhig: Da spielt sicher der Neidfaktor mit. Aber man muss das Ergebnis akzeptieren. An der Nachwahl werde ich nicht teilnehmen. Wen ich unterstützen will, werde ich jetzt noch nicht sagen. Aber es wird sicher ganz knapp.“

Ulrich Triller. Quelle: privat

Ulrich Triller (55): „Es war klar, dass diese beiden Kandidaten an der Spitze stehen. Ich werde nicht zum zweiten Wahlgang antreten. Ich denke aber, es hat seinen Sinn, dass fünf dabei waren. Sonst wäre im Vorfeld bestimmt nicht so viel gemacht worden. So viele inhaltliche Unterschiede mag es zwischen uns allen nicht geben. Die Gemeinde ist gut aufgestellt. Es gibt andererseits Dinge, die von niemandem mit einem Fingerschnipp gemacht werden. Alles andere ist eine Frage des Stils.“

Von Heike Liesaus

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