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Delitzsch LMBV saniert ehemalige Delitzscher Färberei und Kirche Selben
Region Delitzsch LMBV saniert ehemalige Delitzscher Färberei und Kirche Selben
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07:00 02.11.2018
Das Dach ist neu, die Uhr auch. Doch der Zustand der Gemäuer ist beklagenswert. Bergbauschäden will nun die LMBV sanieren. Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

In der ehemaligen Färberei an der Laueschen Straße wird der Boden derzeit im Auftrag der LMBV saniert, aber auch für die Kirche in Selben ist Hilfe angekündigt. Bei diesen beiden Projekten geht es, wie bei vielen in den vergangenen Jahren darum, Schäden zu beheben, die wegen des ansteigenden Grundwassers nach dem Tagebau entstanden sind.

Für die Kirche in Selben wird jetzt untersucht, wie das Bauprojekt am besten realisiert werden kann. Das Ergebnis soll im ersten Quartal 2019 vorliegen, die Sanierung in den kommenden Jahren erfolgen.

Chemikalien

Auf dem Gelände der ehemaligen Reinigung liefen bereits in den vergangenen Monaten Arbeiten im Auftrag der LMBV. 1945 bis 1976 war sie in Betrieb. So diente das Gelände jahrzehntelang als Chemikalien-Lagerstätte. Dies führte zu einer massiven Kontamination des Bodens. Der Tagebausanierer kam ins Spiel, weil nach der Aufgabe des Bergbaus in der Region das Grundwasser wieder angestiegen ist. Schadstoffe wurden aus dem Boden ausgewaschen, die sich im Grundwasser anreicherten.

Schadstoffquellen beseitigt

Nach zahlreichen Voruntersuchungen zur Ermittlung des Schadherdes und der Ausbreitung giftiger Stoffe in Boden und Grundwasser begann die Sanierungsarbeit im Juli. Zuerst wurden die belastete Erde ausgekoffert und die Hauptschadstoffquelle beseitigt. Nun schließt sich für die kommenden Jahre eine Grundwassersanierung an. Dabei wird Luft in den Grundwasserleiter eingeblasen. Die leichtflüchtigen Schadstoffe steigen in die Bodenluft der trockenen Zonen auf. Diese wird abgesaugt und per Aktivkohlefilter gereinigt

Sechs Jahre bis zur Sanierung

Die Arbeiten laufen unter umfangreichen Schutzmaßnahmen. Der Sanierungserfolg wird mit kontinuierlichen Bodenluftmessungen und per Grundwassermonitoring überwacht, so die LMBV. Nach derzeitiger Planung wird es voraussichtlich sechs Jahre dauern, bis der Boden als schadstofffrei gelten kann.

Von Heike Liesaus

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