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Delitzsch Nordsachsens Kleingärten im Wettstreit
Region Delitzsch Nordsachsens Kleingärten im Wettstreit
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05:08 05.07.2019
Der Wettbewerb um die schönste Kleingärten in Nordsachsen startete in der Gartenanlage „Ernteglück“ in Lemsel Quelle: Wolfgang Sens
Nordsachsen

Auftakt im Kreiswettbewerb für Kleingärten: Am Donnerstag schritt die Jury zur ersten Begehung. Beim KleingartenvereinErnteglück“ im Rackwitzer Ortsteil Lemsel bei Delitzsch wurde gleich am Morgen alles genau unter die Lupe genommen, es wurden Bewertungsbögen ausgefüllt, Fragen gestellt, Fotos gemacht und Gärten bestaunt.

Perfektion ist nicht alles

Die Jury nimmt die Kleingartenanlage „Ernteglück“ in Lemsel unter die Lupe.

„Man muss nicht perfekt sein, um an diesem Wettbewerb teilzunehmen“, betont Jury-Chef Robert Schübel, „die Teilnehmer sollen sich so zeigen wie sie sind.“ Es gehe auch um Erfahrungsaustausch und Lerneffekte. Der Verein „Ernteglück“ in Lemsel, gegründet 1948, ist ein kleiner und schöner Verein. Nur 46 Gärten gibt es in der Anlage, alle sind sie vergeben, Leerstand ist aktuell kein Thema. Viele junge Familien seien inzwischen in dem Verein aktiv, erläutert der stellvertretende Vorsitzende Daniel Taube. Die Pächter kommen nicht nur aus der direkten Umgebung, auch einige Leipziger und sogar ein Gartenfreund aus Berlin haben ihr Glück im „Ernteglück“ gefunden.

Der Verein setzt dabei auf so gut wie grenzenloses Gartenglück: statt Zäunen begrenzen Hecken die Parzellen, die Wege sind von früh bis spät auch für Spaziergänger geöffnet. „Hier kann man auch mal Rehe beobachten“, erzählt Daniel Taube. Zudem wird das offene Bücherregal inmitten der Parzellen gut angenommen, auch von den Dorfbewohnern. Es sind Aspekte, die im Wettstreit gut ankommen dürften. Die Jury achtet unter anderem auf Kriterien wie Zugänglichkeit der Anlage, Öffentlichkeitsarbeit, besondere Projekte oder eben Naturschutz.

Nachhaltigkeit zählt

Der Wettstreit findet 2019 bereits zum sechsten Mal statt, im Rhythmus von drei Jahren gibt es ihn. Dabei geht es auch in diesem Jahr nicht einfach darum, mit einer schönen Anlage zu punkten. Das diesjährige Motto „Die Kleingartenanlage als Bestandteil im öffentlichen Grün“ soll die Nachhaltigkeit kleingärtnerischer Arbeit herausstellen. „Außerdem geht es darum, die Wechselwirkung zwischen Kommunen und Kleingärtnervereinen zu dokumentieren. Kommunen stehen einerseits in der Verantwortung für das Kleingartenwesen, und die Kleingärtnervereine wiederum leisten ihren Beitrag für ein lebenswertes Umfeld“, betont das Landratsamt.

Fünf Teilnehmer aus Region Delitzsch

Für die siebenköpfige Jury ging es am Donnerstag dann gleich weiter zu den Mitstreitern des Vereins „Kleinwirte“ in Delitzsch und zur „Morgensonne“, ebenfalls in Delitzsch. Die nächsten Begehungen von Anlagen gibt es am nächsten Mittwoch. „Ich bin sehr stolz, dass sich aus unserer Region fünf Anlagen beteiligen“, sagt Anke Reisdorf vom Kreisverband der Kleingärtner Delitzsch. Am diesjährigen Kreiswettbewerb für Kleingärtnervereine nehmen insgesamt 15 Vereine aus Nordsachsen teil.

Die Teilnehmer

Ernteglück“ e.V. in Lemsel, „Loberaue“ e.V. in Rackwitz, „Nach Feierabend“ e.V. in Rackwitz, „Kleinwirte“ e.V. in Delitzsch, „Morgensonne“ e.V. in Delitzsch, „Weinberg“ e.V. in Eilenburg, „Kugelfang“ e.V. in Eilenburg, „Heidegrund“ e.V. in Bad Düben, „Einigkeit“ e.V. in Taucha, „Wiesengrund“ e.V. in Taucha, „Taucha Süd“ e.V. in Taucha, „An der Mühle“ e.V. in Schkeuditz, „Feldstraße 1932“, „Schwarzer Bär“ e.V. in Torgau, „Friedensfreunde“ e.V. in Torgau

Auf den Sieger wartet der Wanderpokal des Landrates, welcher aus sächsischem Sandstein gefertigt ist. Durch die Unterstützung von Unternehmen der heimischen Wirtschaft stehen zudem wieder zahlreiche Sachpreise zur Verfügung. Die Siegerehrung findet am 23. September um 15 Uhr im Bürgerhaus in Eilenburg statt.

Von Christine Jacob

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