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Delitzsch Nordsachsens Politik spart Papier und schont Umwelt
Region Delitzsch Nordsachsens Politik spart Papier und schont Umwelt
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07:51 05.09.2019
Beschlussvorlagen müssen nicht ausgedruckt werden Quelle: Wolfgang Sens
Nordsachsen

Ob man sie nun mag oder nicht, mit Aktivistin Greta Thunberg sind Themen wie Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Klimaschutz nun in aller Munde. Dabei wird auch klar, dass es nicht nur Perfektionisten in diesem Bereich braucht, sondern dass viele Leute, die ein paar Sachen der Umwelt zuliebe tun, auch schon viel bewirken können. Der Landkreis Nordsachsen ist da gut im Rennen.

Oschatz geht mit gutem Beispiel voran

Sowohl die Verwaltungen, vor allem die der Städte, als auch die politischen Entscheidungsgremien sparen immer häufiger Papier. Schon lange mit gutem Beispiel voran gehen in Nordsachsen die Oschatzer – sie sind Vorreiter in Sachen Digitalisierung der Politik. Seit fünf Jahren bereits sichtet und bearbeitet der Stadtrat die Sitzungsunterlagen digital statt sich Papiere – da können je nach Beschlussvorlage auch mal dicke Wälzer zusammenkommen – von der Verwaltung zuschicken zu lassen. Ergebnis: Die Papierbestellung der Verwaltung fällt kleiner aus. Die Initiative zur Digitalarbeit kam von den Räten selbst. Es mussten auch nicht für alle Stadträte die Tablet-Geräte angeschafft werden, etliche signalisierten, dass man so ein Gerät heutzutage ja oft schon zu Hause hat, und nutzen ihre privaten Tablets.

Delitzsch will sparen

Auch in anderer Angelegenheit ist Oschatz schon weiter als andere im Landkreis. Bereits seit Ende 2017 setzt man auf die papierlose Rechnungsbearbeitung. In Delitzsch soll bis Mitte 2020 die papierlose Rechnungsbearbeitung eingeführt werden. Für knapp 120 000 Euro wird in Delitzsch zum Beispiel ein Dokumentenscanner mit Sortierfächern angeschafft.

Der Delitzscher Stadtrat arbeitet seit 2016 digital, zu der Zeit hat auch der Kreistag mit Tablets begonnen. Wie auch in Oschatz sieht man in der Loberstadt nur noch sehr selten mal einen Stadtrat mit daheim ausgedruckten Unterlagen. Und wie auch in Oschatz haben gerade die älteren Politiker, für die der Umgang anfangs noch befremdlicher war, die Technik inzwischen durchaus liebgewonnen. Die 2016 ausgereichten Tablets werden auch jetzt nach neuer Konstituierung nach der Kommunalwahl einfach weitergereicht, zuvor erfolgt natürlich eine gründliche Beräumung.

Eilenburg wird digitaler

Eilenburg wagt ebenfalls den Sprung ins digitale Zeitalter: Der Stadtrat arbeitet ab September mit Tablets. Nur zwei Räte wollen nicht mitmachen und werden die Unterlagen weiterhin in Papierform zugeschickt bekommen. Zum Umgang mit der Software werden die Stadträte geschult, auch die Verwaltung wird zumeist in den Sitzungen über einen Bildschirm scrollen statt in einem Hefter zu blättern.

Bad Düben hat dagegen noch keinen Kurs aufs digitale Zeitalter eingeschlagen. Derzeit sei dies auch nicht in Planung, hieß es schon aus dem Rathaus. Auch in den Landgemeinden wird in der Regel nicht digital gearbeitet.

Von Christine Jacob

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