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Delitzsch Norsk Hydro in Rackwitz beseitigt Folgen des Cyber-Angriffs
Region Delitzsch Norsk Hydro in Rackwitz beseitigt Folgen des Cyber-Angriffs
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11:00 12.04.2019
Außenansicht der Hydro Aluminium Gießerei in Rackwitz. Das Unternehmen ist eine Tochter des Aluminiumherstellers Norsk Hydro in Norwegen. Quelle: Mathias Schönknecht
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Rackwitz

Vor gut dreieinhalb Wochen erschütterte ein Hackerangriff den Aluminiumhersteller Norsk Hydro in Norwegen. Die sächsische Tochter, die Norsk Hydro in Rackwitz (Nordsachsen) mit der Aluminiumgießerei (circa 65 Mitarbeiter) und dem Presswerk Hydro Extrusion (ungefähr 220 Mitarbeiter) war ebenfalls betroffen.

Attacke früh bemerkt

Aktuell sei das Unternehmen damit beschäftigt, betroffene Systeme zu säubern, herunterzufahren und mit zuvor erstellten Sicherheitskopien der Daten, sogenannten Backups, zu ersetzen, erläutert Hydro-Sprecher Peter Heimerzheim. Dies werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Der große Vorteil sei, sagt der Unternehmenssprecher, dass der Angriff noch in der Nacht bemerkt wurde.

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Trotz dieser Situation habe der international agierende Aluminiumhersteller die Produktion auch in Rackwitz in einem „manuellen Modus“ kurz nach dem „vorsätzlichen“ Angriff wieder aufnehmen und Kunden versorgen können. Diese seien ebenso wie alle Mitarbeiter schnell und offen über die Umstände informiert worden. „Anders war es gar nicht möglich“, so der Hydro-Sprecher. Die Herstellung gehe, sei jedoch aufwendiger.

Unternehmen rüstet virtuell auf

In der Firmenzentrale in Norwegen sei nun eine Task-Force, zu deutsch: Einsatzgruppe, ins Leben gerufen worden, die das Unternehmen virtuell schützen und die System erneuern soll. „Wir sind zuversichtlich, in den kommenden Wochen wieder so arbeiten zu können, wie vor der Cyber-Attacke“, so Heimerzheim.

Von mhs