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Delitzsch Null Interesse für Zschernitzer Haus der kleinen Engel
Region Delitzsch Null Interesse für Zschernitzer Haus der kleinen Engel
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00:00 15.01.2018
Haus der kleinen Engel in Zschernitz. Seit Juli 2009 steht das Haus leer. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Wiedemar

Eine Nachnutzung des Gebäudes des ehemaligen Mehrgenerationenhauses, früher auch Mittelschule des Ortes, mit dem immer noch an der Giebelseite zu lesenden Namen „Nathanael Haus der kleinen Engel“ in Zschernitz ist weiterhin ungeklärt. „Interessenten, die sich das Haus ansehen, gibt es immer mal wieder“, bestätigte Wiedemars Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) auf Anfrage. Doch irgendwie ließen sich die Konzepte der Interessenten nicht mit der vorgefundenen Immobile verwirklichen oder es gab andere Gründe, warum die Übernahme scheiterte.

Haus steht seit 2009 leer

Ines Möller möchte das Haus lieber heute als morgen einem neuen Nutzer übergeben. Doch ganz unproblematisch ist die ganze Sache offenbar nicht, sonst hätte sich bereits ein Interessent dafür entschieden. „Das Haus steht bereits seit Juli 2009 leer und damit werde es auch nicht besser“, sagte die Bürgermeisterin. Zuletzt hatte sich die Leiterin eines Kinderhauses in Gärtitz sehr konkret nach dem Haus in Zschernitz erkundigt. Doch über das Anfangsinteresse ging es dann nicht hinaus. „Das Konzept hätte gut zum Haus gepasst“, bemerkte die Wiedemarer Bürgermeisterin.

Auflagen schrecken Investoren ab

Auf die Verpflichtung des künftigen Erwerbers, das Erbbaurecht als Mehrgenerationenhaus oder zumindest mit einer sozialen Zweckbindung fortzuführen, verwies auch der Pressesprecher der Sparkasse Leipzig Frank Steinmeyer. „Darauf konnte sich bislang aber keiner der Investoren einlassen. Diese Auflagen schrecken Investoren ab.“ Er informierte zudem auf Anfrage darüber, dass es bereits zwei Termine für die Zwangsversteigerung dieser Immobilie gegeben habe, die allerdings mangels Interessenten nicht erfolgreich waren. Die Sparkasse, Eigentümerin der Immobilie, versucht durch den Verkauf offene Forderungen auszugleichen. Der Trägerverein des Mehrgenerationenhauses hatte seinerzeit einen Kredit über 100 000 Euro bei diesem Kreditinstitut aufgenommen. Der Verein musste jedoch im April 2009 Insolvenz anmelden. Die Gründe, das es dazu kam, sind vielschichtig. Nicht zuletzt hatte sich die Eröffnung stark verzögert, die Ausgaben konnten mit den Einnahmen nicht gedeckt werden und auch Sponsoren hätten ihre Versprechen nicht eingehalten, hieß damals von der Vereinschefin. Für das Projekt hatte sie 490 000 Euro aus dem europäischen Förderprogramm Leader erhalten.

Lediglich Erbbaurecht

Die Sparkasse Leipzig sieht als wesentliches Hindernis, dass in der Versteigerung lediglich das Erbbaurecht, nicht jedoch das Grundstück erworben werden kann. „Das Erbbaurecht aufzulösen liegt nicht in unserer Macht. Das kann nur die Gemeinde Wiedemar tun“, teilte Steinmeyer mit.

Dazu sieht die Gemeinde Wiedemar derzeit jedoch noch keine Veranlassung. Neben der Sparkasse, die nach LVZ-Recherchen noch Forderungen in Höhe von etwa 50 000 Euro hat, gibt es weitere Gläubiger. Auch die versuchen an ihr Geld zu kommen. Vom Verein selbst ist jedoch nichts mehr zu holen. Er hat sich aufgelöst.

Keine Einnahmen

„Weil derzeit keine Einnahmen erzielt werden können, gibt es derzeit auch keine Mittel, um für den Unterhalt des Gebäudes zu sorgen“, erklärte der Sparkassensprecher. Auch künftig werde deshalb alles unternommen, um das Gebäude möglichst bald zu veräußern. Einen neuen Zwangsversteigerungstermin gibt es bislang aber nicht.

Auch die Gemeinde Wiedemar sei bemüht, weitere Interessenten zu finden, bestätigte Ines Möller. Gleichzeitig widersprach sie energisch in Zschernitz kursierenden Informationen, wonach das Gebäude samt Grundstück bereits verkauft sei.

Von Ditmar Wohlgemuth

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