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Delitzsch Nur 0,05 Prozent E-Autos in Nordsachsen
Region Delitzsch Nur 0,05 Prozent E-Autos in Nordsachsen
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10:23 10.03.2019
Dieses Hybridfahrzeug ist seit gut vier Jahren der Dienstwagen von Landrat Kai Emanuel.
Dieses Hybridfahrzeug ist seit gut vier Jahren der Dienstwagen von Landrat Kai Emanuel. Quelle: Sebastian Stöber
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Nordsachsen

Im Landkreis Nordsachsen sind aktuell 176 336 Fahrzeuge zugelassen – 90 davon haben eine E-Kennzeichnung. Das geht aus der Antwort des Landratsamtes auf eine LVZ-Anfrage hervor. Damit sind nur 0,05 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge Elektro-Autos.

Landratsamt denkt über den Einsatz von E-Fahrzeugen nach

Das Landratsamt testete in der Vergangenheit immer wieder selbst den Einsatz von Elektrofahrzeugen für den dienstlichen Gebrauch. So nutzt beispielsweise Landrat Kai Emanuel (parteilos) seit 2015 ein Hybrid-Fahrzeug als Dienstwagen. Laut Uwe Kupfer, Energieeffizienz-Projektkoordinator des Landkreises, erfolgte im Jahr 2018 zudem die Erstellung eines Elektromobilitätskonzeptes für den Fuhrpark des Landratsamtes. Dabei wurde die Anschaffung von E- und Hybridfahrzeugen ebenso berücksichtigt wie die Effizienz des Fuhrparks und dessen Verwaltung. Dazu gehöre unter anderem der Einsatz einer Fuhrparksoftware und die Errichtigung einer Ladeinfrastruktur. Auch die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs, von Carsharing, Taxen und E-Bikes durch das Landratsamt wurde in Betracht gezogen.

Aktuell erfolge die Auswertung dieses Konzeptes, erklärt Kupfer. Die Verwaltung wolle mit der Ausarbeitung notwendige Schlussfolgerungen bis hin zur Thematik beziehungsweise Entscheidungsvorbereitung mit dem Namen „künftiger Einsatz von alternativen Fahrzeugen im Landratsamt Nordsachsen“ ziehen. Die Ergebnisse sollen demnächst vorgelegt werden.

Hohe Anschaffungskosten sind ein Problem

Im Oktober des vergangenen Jahres testete das Landratsamt Nordsachsen einen BMW i3 über 15 Tage auf seine Alltagstauglichkeit. Der Test wurde überwiegend positiv bewertet, berichtet der Projektkoordinator: „Die Tester stellten auch fest, dass sie sich eine dienstliche Nutzung von E-Fahrzeugen für Reisen innerhalb des Landkreises auf jeden Fall vorstellen könnten.“ Für den privaten Bereich fiel diese Zustimmung wegen der noch hohen Kosten sowie der eingeschränkten Reichweite und der Frage der Umweltbelastung bei der Herstellung und Entsorgung der Batterie hingegen nicht ganz so positiv aus, so Kupfer.

Von mathias Schönknecht