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Delitzsch Positive Bilanz nach Delitzscher Stadtfest Peter & Paul
Region Delitzsch Positive Bilanz nach Delitzscher Stadtfest Peter & Paul
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16:14 01.07.2019
Matthias Bernhard von AS-Bau hilft mit, damit das Nass aus den Bühnen-Tanks an dürstende Bäume kommt. Elke Fahr und Christiana Böttcher freuen sich, dass es funktioniert. Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

So erwies sich das Stadtfest zum Peter- und Paul-Markt auch am Tag danach noch als Durstlöscher: Delitzscher Baumfreunde hatten entdeckt, dass in den vielen 1000-Liter-Wassertanks, die die Bühnen sichern sollten, Ressourcen schlummern, die nicht einfach so in Gullys entlassen werden sollten. Veranstalter und die Firma AS-Bau machten mit: Die Riesenkanister wurden zu dürstenden Bäumen transportiert.

Schätzungsweise 30 000 Besucher am Wochenende

Auch sonst positive Nachfeststimmung, während am Montag Bühnen und Sperren abgebaut werden. „Noch ist der Überblick nicht rund, ich habe noch nicht mit allen sprechen können. Aber bisher war die Resonanz positiv“, schätzte Sebastian Krabbes von der Peter&Paul GmbH, bei der die Fäden zusammenlaufen, ein. Auf alle Fälle habe sich die Zahl der verkauften Stadtfestpakete mit den Tickets für die Abendkonzerte auf der Schlosswiese gesteigert. Die Polizei habe die Zahl der Besucher für das gesamte Wochenende auf 30 000 geschätzt. Aufgrund der Hitze seien vielleicht am Sonntag weniger Besucher gekommen. Aber auf den Schlosswiesen, und auch am Markt sei es teils sehr voll gewesen.

Auch die Nachfrage bei Revierleiter Holger Stecher ergibt: Aus Polizeisicht war’s ein prima Fest: „Es haben sich alle gut benommen und entspannt gefeiert.“ Einsatz war nur bei Kleinigkeiten gefragt. Der Brand in Krensitz war aus Polizeisicht das gravierende Ereignis des Wochenendes.

Eben noch Peter&Paul-Fest, schon wieder ist alles normal. Die letzten Programmpunkte sind nur wenige Stunden vergangen, da werden die Festmeilen in Delitzsch von vielen Helfern flink wieder in den Alltagszustand zurückversetzt. Und noch dazu wird Gutes getan.

200 Teilnehmer im Landsknechtlager

Conny Kirsten, die die Landsknechte anführt, zog beim Zusammenpacken am Sonntag erste Bilanz: „Alles ganz normal, keine Verletzten. Warm war’s. Ansonsten alles gut.“ Scharmützel nur im geplanten Rahmen. Diesmal waren 200 Teilnehmer im historischen Feldlager und damit etwas mehr als voriges Jahr. Auf dem Konzertareal sang indessen am Sonntag der Schulze-Delitzsch-Männerchor zum Frühschoppen. Dort war am Abend zuvor Jürgen Drews aufgetreten, war vor allem auch Michelle mit ihrer nahbaren Art gut angekommen. Die Sängerin holte Kinder auf die Bühne, erfüllte geduldig und freundlich Fotowünsche ihrer Fans.

Scharfe und Klangpremiere

Im Premierenfieber war Björn Seifert vom Wurstmichel an der Stadtkirche. Er veranstaltete sonntags die erste Delitzscher Currywurst-Olympiade. Die Herausforderung: Wer schafft die schärfsten. Acht Frauen und Männer stellten sich dem Wettbewerb, während alles ringsum die schmalen Schattenplätze suchte. Am Ende gab es zwei Sieger, die die schärfste Probe schafften. Generell wurde das rings um die Peter-und-Paul-Kirche organisierte Fest im Fest gut angenommen. Auch die Höreka-Gruppe, die mit ihren ungewöhnlichen Instrumenten in der Kirche nebenan auftrat, konnte sich über viele Besucher freuen.

Zoff um den Pommeswagen

Schlecht gelaunt war Manfred von Kühnemund: Vorm Fenster seiner Galerie am Markt war ein Pommeswagen platziert. Und das viel zu dicht am Haus. „Skandal, Korruption, Klüngel“, wetterte der Künstler. So viel sei schon mal zu sagen, der Pommesstand wird im kommenden Jahr nicht dort stehen, versprach Krabbes. Tatsächlich sei das Fest etwas leiser geworden. „Wir haben jetzt eine Firma, die die Pegel misst, und anspricht, wenn es irgendwo zu laut wird.“

Nach den Trubeltagen wird schon das nächste P&P vorbereitet. Die Termine der nächsten Feste stehen: 2020: 3. bis 5. Juli; 2021: 2. bis 4. Juli; 2022: 1. bis 3. Juli; 2023: 30. Juni bis 2. Juli; 2024: 28. bis 30. Juni; 2025: 27. bis 29. Juni.

Von Heike Liesaus und Christine Jacob

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