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Delitzsch Rabutzer Team entwickelt Modell für weltgrößte Spielwarenmesse in Nürnberg
Region Delitzsch Rabutzer Team entwickelt Modell für weltgrößte Spielwarenmesse in Nürnberg
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10:07 11.01.2018
Jugend forscht im Rabutzer Projektzentrum. Richard Draxler, Tom Richter und Christopher Freund (von links) arbeiten als Team am Modell einer automatisierten Fertigungsstrecke. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Rabutz

Den Technik-Tüftler Richard Draxler (17), Tom Richter (18) und Christopher Freund (15) sitzt die Zeit im Nacken. Im Technisch-ökologischen Jugendprojektzentrum in Rabutz in der Gemeinde Wiedemar arbeiten sie an einem Vorhaben, das sie während der Spielwarenmesse in Nürnberg unbedingt komplett und in Aktion präsentieren wollen. Die Messe beginnt am 31. Januar. Doch noch fehlt ihnen ein entscheidender Lösungsansatz, damit die Modellanordnung genau so funktioniert, wie sie es sich vorstellen.

Konstruieren mit Metallbaukasten

Was bauen die drei nun genau? Sie haben eine Modellanordnung mit mehreren Bearbeitungsmaschinen hintereinander konzipiert und bauen sie letztlich aus den Materialien, die ihnen der Metallbaukasten vom Unternehmen Eitech aus Pfaffschwede (Thüringen) bietet. Richard Draxler erklärte es so: „Ein Werkstück wird von einer Bearbeitungsmaschine zur nächsten transportiert. Dort werden genau jene Arbeitsschritte ausgeführt, die ein Strichcode auf dem Werkstück der Maschine vorgibt.“

Intelligente Maschinen

Zentrumsleiter Elk Messerschmidt hat sich die Aufgabenstellung für die Jungs ausgedacht und schlichtweg daran orientiert, was heute in der Industrie von Bedeutung ist, gebraucht wird, um letztlich für das künftige Wirtschaftswachstum zu sorgen. „Intelligente Maschinen tauschen untereinander Informationen aus und können sich so selbstständig organisieren. Zudem koordinieren sie gemeinsam Abläufe und auch Termine. Das ist das Wesentliche der vierten technischen Revolution, eben Industrie 4.0.“ Die Idee mit dem zu bearbeiteten Werkstück ist ebenso der Realität entnommen, wie die Forderung, dass der Mensch zwar Bestandteil der Produktion bleiben wird, jedoch nur noch die Abläufe steuert und überwacht.

Junge Programmierer

Das junge Team machte sich dann Gedanken, wie diese Vorgabe im Kleinen, als Modell, umgesetzt werden könnte. Eine Werkstückbearbeitungsstrecke erschienen ihnen der Praxis sehr nahe zu kommen. Zudem wollten sie nur auf jene Konstruktionselemente zurückgreifen, die ihnen der Metallbaukasten vom Unternehmen Eitech aus dem Eichsfeld bietet. Die Zusammenarbeit besteht bereits sei mehreren Jahren. Für die computergestützte Steuerung entwickelten sie zudem eine eigene Platine, also eine Leiterplatte, auf der die benötigten elektronischen Bauteile installiert wurden. Für die Programmierung zeichnete der erst 15-jährige Christopher Freund verantwortlich. Er und seine Mitstreiter gehen am Leipziger Schiller-Gymnasium zur Schule. Während Tom und Richard bereits seit mehreren Jahren mit Elk Messerschmidt im Rahmen des Wettbewerbes „Jugend forscht“ an Projekten arbeiten, stieß Christopher im vergangenen Jahr dazu. „Wir wussten, dass er sich mit dem Programmieren beschäftigt und wir wussten, dass er gut darin ist“, erzählte Richard. „Da haben wir ihn einfach gefragt, ob er mitmachen will.“

Feuer und Flame für das Projekt

Selbstständiges Arbeiten und das Suchen nach Lösungen haben die drei Jungs für sich längst angenommen. Zwischen den Feiertagen haben sie mehrere Tage in Rabutz zugebracht und entscheidende Fortschritte mit ihrem Projekt gemacht. „Einzelnen Komponenten der Produktionsstrecke funktionieren bereits, jetzt müssen wir sie nur noch zusammenfügen“, erklärte Richard Draxler. Dazu treffen sie sich jetzt immer freitags im Projektzentrum. Solange, bis alles einwandfrei funktioniert. Diesen Anspruch hat das Team an sich ohne Abstriche.

Von Ditmar Wohlgemuth

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