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Delitzsch Vogelgrippe-Verdacht in Rackwitz: 6500 Puten müssen getötet werden
Region Delitzsch Vogelgrippe-Verdacht in Rackwitz: 6500 Puten müssen getötet werden
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21:03 31.01.2017
Puten in einer Produktionsanlage. (Symbolfoto)  Quelle: dpa-Zentralbild
Rackwitz

 Schlechte Nachrichten aus dem Landratsamt Nordsachsen. Es besteht ein sogenannter amtlicher Verdacht, dass die Geflügelpest in einem Putenbestand in der Region Rackwitz ausgebrochen ist. Insgesamt 6500 Tiere sind betroffen. „Die Tötung des Bestandes ist sofort anzuordnen, wenn H5 festgestellt wurde“, sagte Ordnungs-Dezernentin Angelika Stoye am Dienstag auf Anfrage. Es ist der erste Fall in Sachsen, seit dem aktuellen Auftreten des Virus’, der es notwendig macht, dass der gesamte Tierbestand getötet werden muss. Die Maßnahmen dafür wurden bereits am Dienstag vorbereitet. Am Mittwoch sollen die Tiere dann getötet werden.

In dem Putenmastbetrieb in Rackwitz besteht der Verdacht auf den ersten Vogelgrippe-Fall in einem Nutztierbetrieb in Sachsen. Quelle: Wolfgang Sens

In dem Betrieb wurden bereits am Montag mehr als 250 tote Puten festgestellt, teilte die Behörde gestern mit. An den toten Tieren wurde das hochpathogene Geflügelpestvirus H5 durch die Landesuntersuchungsanstalt Wiederitzsch am Dienstag festgestellt. Das Landratsamt Nordsachsen hat die sofortige Bestandssperre angeordnet. Das heißt, es darf nichts mehr rein oder raus aus der Anlage. Die gesamte Anlage mit mehreren Ställen ist sozusagen abgeriegelt. Die toten Vögel werden nun noch auf der Insel Riems in einem Bundeslabor untersucht. „Nach dieser Untersuchung kann von einem bestätigten Tierseuchenfall gesprochen und ausgegangen werden“, so die Dezernentin.

Darüber hinaus wurden entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorschriften laut Geflügelpestverordnung vom Landratsamt in Zusammenarbeit mit dem betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb unverzüglich die entsprechenden Maßnahmepläne zur sofortigen Tötung des gesamten Putenbestandes des Standortes erstellt. Der Putenbestand befindet sich in einem Sperrbezirk. Den hatte die Behörde nach dem Fund einer vom Geflügelpestvirus H5 nachweislich infizierten toten Reiherente am 16. Januar amtlich festgestellt.

Montag veränderte sich die Situation dramatisch

Nach dem Ausbruch der Wildvögelgeflügelpest war dieser Sperrbezirk unauffällig. Von den Mitarbeitern des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes waren noch am 27. Januar 60 Proben des Bestandes mit negativem Ergebnis festgestellt wurden. Am Montag veränderte sich die Situation in der Anlage dramatisch, und führte letztlich zur Feststellung des amtlichen Verdachtes der Geflügelpest in diesem Bestand. Zur schnellen und geordneten Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen im Bestand wird nun ein Sperrkreis um die Anlage verfügt. Anwohner werden gebeten, diese kurzzeitigen Beschränkungen, wie zum Beispiel Absperrungen, zu beachten.

Rückfragen unter der Telefonnummer 034202 9885555

Von Frank Pfütze

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