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Delitzsch Rackwitz: Hydro-Extrusion will wachsen
Region Delitzsch Rackwitz: Hydro-Extrusion will wachsen
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08:00 06.06.2019
Matthias Hellmann ist seit Januar 2019 Geschäftsführer von Hydro-Extrusion in Rackwitz. Die Eloxalanlage war vor kurzem noch das Sorgenkind des Standorts und läuft jetzt fünf Tage in der Woche in drei Schichten. Quelle: Mathias Schönknecht
Rackwitz

Rackwitz gehört unter die Top drei“, sagt Matthias Hellmann. Der 39-Jährige ist seit Jahresanfang 2019 Geschäftsführer des Aluminiumpresswerks Hydro-Extrusion in Rackwitz. Unter allen europäischen Werken des norwegischen Aluminiumherstellers Norsk Hydro, einer der größten der Welt, habe sich der Standort einen guten Ruf erarbeitet, sagt Hellmann. Jetzt stehen die Zeichen auf Wachstum, sowohl personell als auch mit Blick auf das Produktionsvolumen. Denn der Konzern glaube daran, dass sich der Standort weiter entwickeln kann, sagt der Geschäftsführer.

Hydro-Extrusion beschäftigt 210 Mitarbeiter – viele davon aus Rackwitz

Das Werk in Rackwitz komme aus einer Zeit, in der es der Betrieb schwer hatte, sagt Hellmann. Nach der politischen Wende sei erst einmal alles versucht worden, um das Werk auszulasten. Mittlerweile sei es aber möglich, sich stärker zu spezialisieren und höhere Ansprüche an die Qualität zu stellen. Dies sei auch die Richtung, in die sich die Kundennachfrage entwickle. Auf dem Aluminiummarkt seien Premiumprodukte gefragt, die in hoher Qualität pünktlich geliefert werden, sagt Hellmann. 30 000 Tonnen stellt das Rackwitzer Werk nach eigenen Angaben pro Jahr her.

Außenansicht des Verwaltungsgebäudes der Hydro-Extrusion Deutschland in Rackwitz. Quelle: Mathias Schönknecht

Matthias Hellmann ist seit 2008 bei Hydro – erst im Stammwerk in Uphausen bei Bremen, seit beinah zehn Jahren in Rackwitz. Im Presswerk begann der studierte Maschinenbauingenieur als Produktionsleiter, wurde Betriebsleiter und schließlich Geschäftsführer. „Das ist spannend“, sagt Hellmann, als er über die Herkunft seiner 210 Mitarbeiter nachdenkt. „Viele kommen aus Rackwitz“, sagt er. Einige auch aus Leipzig und Delitzsch – die meisten aus „dem ländlichen Raum“.

Hydro-Partner sucht Verstärkung

Hydro betreibt in Rackwitz eine Aluminiumgießerei und ein Presswerk auf demselben Gelände. Im Tagesgeschäft haben diese beiden nichts miteinander zu tun, zudem unterschiedliche Geschäftsführer, erklärt Hellmann, „am Ende des Tages gehören sie aber zu einem Konzern“. Auf dem Areal hat sich mit Jahresbeginn zudem ein enger Partner von Hydro angesiedelt, die Leichtmetallbearbeitung Focke GmbH (LBF). Der Zschortauer Axel Stocker leitet den Rackwitzer Ableger des ebenfalls aus Uphausen stammenden Betriebs. Zuvor war Stocker bei Hydro beschäftigt. Acht Mitarbeiter zählt LBF mit ihm, in Uphausen sind es 80, sagt Hellmann. In Rackwitz sucht Focke aktuell Personal. „Wir wollen noch wachsen“. Ziel seien zwischen zwölf und 14 Mitarbeiter, besonders CNC-Zerspaner werden gebraucht, sagt Stocker. Im gleichen Atemzug will das Aluminiumpresswerk sein Personal aufstocken. Ein erster Schritt sei die Erweiterung der Eloxalanlage gewesen, ein Verfahren, bei dem eine Schutzschicht auf dem Aluminium erzeugt wird.

Matthias Hellmann ist seit Januar 2019 Geschäftsführer von Hydro-Extrusion in Rackwitz. Ebenfalls seit Anfang des Jahres leitet der Zschortauer Axel Stocker (links) den neuen Betriebsstandort des Hydro-Partners Leichtmetallbearbeitung Focke GmbH (LBF) in Rackwitz. Im Hintergrund: Die neue LBF-Produktionshalle. Quelle: Mathias Schönknecht

Focke bekommt die in der Gießerei und letztlich im Pressewerk von Hydro hergestellten Aluminiumprofile, schneidet diese zu, fräst Löcher hinein, stanzt sie. Dann gehen die verarbeiteten Profile zum Kunden, werden dort beispielsweise zu Fußballtoren, Wintergärten, Fensterrahmen, Duschkabinen oder zu Seitenteilen von Lkw-Anhängern, zählt Hellmann auf.

Wer durch das Rackwitzer Werk läuft, wird feststellen, dass einem verhältnismäßig viele Frauen begegnen. Der Anteil liege bei über 25 Prozent, sagt Hellmann. „Wir sind der Meinung, dass Frauen die gleiche Arbeit leisten können und zudem bei der Qualität ein besseres Fingerspitzengefühl haben“, sagt der Geschäftsführer.

Kontakt zu Axel Stocker und weitere Informationen zu den offenen Stellen können telefonisch unter 034294 8429910 oder via Mail an axel.stocker@lbf-gmbh.de erfragt werden.

Von Mathias Schönknecht

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