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Delitzsch Schenkenberger Turnhalle ist marode
Region Delitzsch Schenkenberger Turnhalle ist marode
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10:00 16.03.2019
So sieht es in der Halle vom SV Concordia Schenkenberg aus Quelle: Christine Jacob
Delitzsch/Schenkenberg

Die gelbe Farbe in den Ecken übertüncht Schimmel. Unten fallen Farbe und Putz einfach von der Wand. Das Parkett ist zerschlissen. Die Sanitäranlagen wirken wie in DDR-Zeiten stehen geblieben. Die Turnhalle im Delitzscher Ortsteil Schenkenberg ist wahrlich nicht im besten Zustand. Der Verein, der SV Concordia Schenkenberg, weiß kaum mehr weiter. Seine Halle kann er eigentlich kaum noch nutzen.

Viele Kinder trainieren in Schenkenberg

Um die 130 Kinder, Tendenz steigend, aus ganz Delitzsch trainieren in der Sektion Fußball beim Verein, haben eine vernünftige Freizeitbeschäftigung und viel Spaß. Meistens trainieren sie aber gar nicht in Schenkenberg, sondern in anderen Hallen der Stadt. „Wir sind mittlerweile fast ausschließlich in anderen Hallen oder bei der Bundeswehr in ihrer Halle draußen, weil unsere Halle baulich in einem so schlechten Zustand ist“, sagt Vereinschef Michael Lang. Sowohl Größe als auch vor allem der bauliche Zustand entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zwar haben die Sportler in Eigenleistung schon Fenster und Beleuchtung der gut 40 Jahre alten Halle in Schuss gebracht, doch die jetzt nötigen Aufgaben übersteigen laut Lang die Möglichkeiten der Ehrenamtlichen. Inzwischen immerhin sind aufgrund des schlechten Zustands auch Einnahmen weggebrochen, die Fröbelschule aus Rödgen beispielsweise nutzt lieber andere Hallen als die zwar nahe, aber eben überalterte in Schenkenberg. „Wir sind gerne zu Eigenleistungen bereit, aber wir können das nicht alleine stemmen“, sagt Michael Lang. Der Verein hofft auf Hilfe aus dem Rathaus.

Keine konkreten Vorhaben

Die gelbe Farbe in den Ecken überdeckt Schimmel Quelle: Christine Jacob

Konkret seien derzeit keine Maßnahmen an der Halle geplant, heißt es auf Nachfrage aus der Stadtverwaltung. Von dem schlechten Zustand habe man erst vor Kurzem Kenntnis erlangt. Die Halle sei aber im Rahmen eines noch älteren Vertrages an den Verein verpachtet und dieser trage die Instandhaltung, argumentiert Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Es seien genug Hallen vorhanden, die der Verein für Trainings nutzen könne, verweist der OBM auf sieben Alternativen. Es sei jedes Mal ein Zittern und Bangen, wenn die Hallenzeiten vergeben werden, argumentiert dagegen Michael Lang. Da es vor allem um Kinder geht, braucht der Verein für sie vernünftige und nicht zu späte Trainingszeiten, die aber oft genug schon von anderen und erwachsenen Sportgruppen blockiert sind. Der Verein würde lieber solchen Sportgruppen mit Erwachsenen, die für ihre Disziplinen auch weniger Platz brauchen im Tausch seine Halle zur Nutzung für Training anbieten – saniert natürlich. In Kürze soll es nochmals ein Treffen zwischen Verwaltung und Verein geben. Groß sollte die Hoffnung wohl nicht ausfallen, da diese Halle keine Pflichtaufgabe der Verwaltung ist.

Stadt Delitzsch hilft bereits

Grundsätzlich untätig aber ist die Stadt nicht. So wird laut dem Verein nun nach einem Treffen bereits das Dach repariert und auch an den hohen Nebenkosten beteiligt sich die Stadt, so dass der Verein selbst „nur“ noch 75 Prozent der mehr als 10 000 Euro an Kosten trägt.

Von Christine Jacob

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