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Delitzsch Selbener Förderkreis engagiert sich für die Erhaltung der Dorfkirche
Region Delitzsch Selbener Förderkreis engagiert sich für die Erhaltung der Dorfkirche
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06:00 21.12.2017
Mit diesem Plakat macht der Förderkreis Kirche Selben auf sich und die Erhaltung des Gotteshauses aufmerksam. Von links: Patrick Fölsch, Kathleen und Ralf Schmidt. Quelle: Thomas Steingen
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Selben

In Spröda und Kletzen haben engagierte Bürger einen Förderverein gegründet, um die dortigen Kirchen zu erhalten. An beiden Gotteshäusern hat sich seitdem viel bewegt. Auch im Delitzscher Ortsteil Selben machen sich Menschen Sorgen, um die dortige Kirche. Das Gebäude ist in seinem Bestand gefährdet. Im Inneren gibt es unter anderem Senkungserscheinungen. An mehreren Stellen, vor allem im Altarraum, hat sich der Fußboden gewölbt. Es gibt zudem Risse im Mauerwerk. Zwar hat sich in Selben noch niemand gefunden, der sich an die Spitze eines Fördervereins stellen würde, aber seit Längerem gibt es einen Förderkreis. Der hat schon Anfang der 2000er-Jahre Geld für die Erhaltung des Gebäudes gesammelt und erste Sanierungsarbeiten begleitet, schließlich zählt die Selbener Kirche mit ihren rund 600 Jahren zu den ältesten in Nordsachsen.

Gottehaus wird Konzertsaal

Vor zwei Jahren hat eine Gruppe um Kathleen Schmidt, Patrick und Robert Fölsch, Erhard und Roland Kirsten, Dietmar Mieth, Helmut und Margot Schweitzer sowie Kirchenratsmitglied Ralf Schmidt und Pfarrer Daniel Senf die Arbeit des Förderkreises intensiviert und weitere Mitstreiter um sich gescharrt, um etwas für die Kirche zu tun. „Wir müssen sie mit Leben erfüllen. Nur so haben wir eine Chance, Gelder für ihre Sanierung zu erhalten“, nennt Patrick Fölsch ein Ziel des Förderkreises. Drei bis vier Veranstaltungen wie das Osterfeuer, das Advents- und andere Konzerte oder den Vortrag des Delitzscher Oberbürgermeisters zur Orts- und Kirchengeschichte in diesem Sommer organisiert der Förderkreis. Dabei werden alle Veranstaltungen kulinarisch umrahmt, wobei der Erlös aus dem Verkauf der Kirche zugute kommt.

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Stromversorgung sichergestellt

Aber auch handwerklich haben Förderkreismitglieder bereits Hand angelegt. So ist 2015 vor der Kirche ein Schaukasten aufgestellt und die Fläche um ihn herum gepflastert worden. 2016 wurde ein Erdkabel bis zur Kirche verlegt und das Außengelände verschönert. Ebenfalls im Vorjahr haben Förderkreismitglieder innen und außen an der Kirche Gipsplomben angebracht, um festzustellen, ob das Mauerwerk noch arbeitet. In diesem Jahr folgte die Elektroinstallation, sodass das Gotteshaus zur Christvesper am 24. Dezember um 16 Uhr ordentlich beleuchtet ist. Auch ein großes Plakat ist in Auftrag gegeben worden, auf dem für die Erhaltung der Kirche geworben wird. Im Frühjahr soll es außen am Gotteshaus angebracht werden. Und seit diesem Jahr informiert der Förderkreis auch regelmäßig auf der Internetseite www.kirche-selben.de über seine Aktivitäten. Innig hoffen die Förderkreismitglieder, dass die Gespräche mit der LMBV zu den Schäden am Gotteshaus zu einer positiven Klärung führen.

Von Thomas Steingen

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