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Delitzsch Stadtwerke Delitzsch im Erdgas-Hoch
Region Delitzsch Stadtwerke Delitzsch im Erdgas-Hoch
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05:00 05.10.2018
Die Straße Am Stadtwald wird ausgebaut. Der Abwasserzweckverband verlegt neue Leitungen, die Stadtwerke Delitzsch neue Stromkabel und auch Gasanschlüsse. Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

Das Jahr 2018 ist ein gutes Jahr für Erdgas-Anschlüsse in Delitzsch. „58 Anträge wurden gestellt. Davon sind 28 bereits gebaut“, stellt Michael Denef, Technischer Leiter bei den Stadtwerken Delitzsch (SWD), fest. 2017 wollten 23 und 2016 wiederum 27 Hauseigentümer den neuen Anschluss. „Wir lagen aber auch zuvor schon mal im 50er-Bereich“, stellt Denef fest. Jetzt haben genau 3987 Delitzscher Häuser den Gasanschluss. Deutschlandweit sind Gasheizungen in Deutschland die am weitesten verbreitete Heizungsart. Die Loberstadt macht da keine Ausnahme.

In diesem Jahr kamen einige günstige Faktoren zusammen: Häuslebauer in neuen Wohngebieten entscheiden sich gern für diesen Energieträger, aber auch diejenigen, die sich vor rund einem Vierteljahrhundert die Kohle- durch eine Ölheizung ersetzten. Nun haben diese ihre technische Lebensgrenze erreicht, steht somit ohnehin eine Erneuerung an und inzwischen liegt auch die Gasleitung in der Straße. Das passte auch einigen der Anwohner der Straße Am Stadtwald gut ins Konzept. Dort baut die Stadt die Straße aus, verlegt auch der Abwasserzweckverband seine Leitungen neu. Die SWD wiederum kümmern sich um alles, was mit Strom zu tun hat, bis hin zur Straßenbeleuchtung. „Außerdem haben wir die einzelnen Hauseigentümer angeschrieben, ob Anschluss-Interesse für Gas besteht“, berichtet Denef. Denn die Leitung wurde dort zu Beginn der Nuller-Jahre verlegt. Damals war bei einigen die neue Ölheizung noch nicht lange im Dienst, aber jetzt hatten viele die Chance genutzt, umzusteigen.

Zur rechten Zeit

„Da ist unser Angebot offenbar zur rechten Zeit gekommen. So mancher freut sich auch über mehr Platz im Keller, weil die Öltanks nicht mehr gebraucht werden.“ Allein der Anreiz, dass mit dem umweltfreundlicheren Brennstoff weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen wird, veranlasst nicht zur Umstellung. „Für ein neues Haus ist der Energieausweis zu erstellen. Da kommt es darauf an, wie die verschiedenen Komponenten zusammenpassen“, schätzt der Technische Leiter ein. Es wird mit 10 bis 20 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß gegenüber der ölbetriebenen Heizung gerechnet. Ebenfalls mit Gas betrieben werden die Blockheizkraftwerke, welche die Stadtwerke für Wohnanlagen in den vergangenen Jahren in Betrieb nahmen. Diese sorgen nicht allein für Wärme, sondern sie produzieren auch Strom, der günstig an die Bewohner abgegeben wird.

Netze erneuert

Im Jahr 2014 haben die Stadtwerke, damals noch unter den Namen Technische Werke, das Gasnetz von vormals ausgegründeten Firmen übernommen. Erweiterungen kamen in den seitdem vergangenen Jahren in erster Linie dann vor, wenn in Stichstraßen genügend Interessenten zusammenkamen, die einen Anschluss wollten, und in der Hauptstraße bereits eine Gasleitung vorhanden war. „Oft kam dann noch der ein oder andere dazu, wenn das Projekt startete“, so Denef.

Manche Hauseigentümer überlassen die Wärmeversorgung den SWD gleich ganz. Per Wärme-Contracting wird gleich noch die Wartung der Heizung an den Dienstleister abgegeben. Derzeit laufen bei den Stadtwerken intensiv die Planungen fürs Jahr 2019 und danach. Nach Gründung der Stadtwerke wurde mit den vielen Straßenausbau- und -sanierungsprojekten, die in den vergangenen Jahren erfolgten, auch der größte Teil der SWD-betriebenen Versorgungsnetze, Strom, Gast und Straßenbeleuchtung erneuert.

Von Heike Liesaus

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