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Delitzsch Stadtwerke Delitzsch schaffen in Ortsteilen mit Erdkabeln moderne Standards
Region Delitzsch Stadtwerke Delitzsch schaffen in Ortsteilen mit Erdkabeln moderne Standards
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06:00 21.11.2017
In der Rathenaustraße in Delitzsch modernisieren die Stadtwerke seit einigen Wochen das vorhandene Kabelnetz. Um eine optimale Lastverteilung zu erzielen, wird auch eine Trafostation aus der Düberner Straße versetzt. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Gegenwärtig realisieren die Stadtwerke Delitzsch (SWD) in ihrem Versorgungsgebiet zwei umfangreiche Netzerneuerungsmaßnahmen im Mittelspannungsbereich, die bis Ende des Jahres abgeschlossen werden sollen. Eine läuft in der Rathenaustraße in Delitzsch, wo ältere Erdkabel durch neue ersetzt werden. Das zweite Projekt betrifft die Ortsteile Schenkenberg und Storkwitz. Damit setzen die Stadtwerke ihre in den zurückliegenden Jahren begonnene Modernisierung der Stromnetze fort. Vor allem in den Ortsteilen entstand mit dem Auslaufen der Konzessionsverträge und der Übernahme der Netze in den Jahren 2011/2012 von der EnivaM für die SWD ein erhöhter Sanierungsbedarf.

Maximale Versorgungssicherheit

„Wir setzen auf maximale Versorgungssicherheit und schnelles Reagieren bei Störungen“, sagt Michael Denef, Technischer Leiter der Stadtwerke. „Die übernommenen Freileitungsnetze waren aber alt und sehr störanfällig – zumal diese Netze Witterungseinflüssen stärker ausgesetzt sind als die Erdkabelnetze in der Stadt.“ In Delitzsch selbst gibt es keine Mittelspannungsfreileitungen mehr.

Seither wird sukzessive investiert. So wurden in den vergangenen Jahren die Mittelspannungsnetze im Bereich Laue, Poßdorf, Benndorf, Spröda und Rödgen umgebaut, wozu vor allem die störempfindlichen Freileitungen beseitigt wurden. Wie berichtet, führten in den vergangenen Jahren mehrfach Störungen an Freileitungen in Storkwitz und Spröda/Beerendorf-Ost zu teils längeren Stromausfällen.

„Wir haben aber auch die Netzstrukturen und damit die Betriebsweise vereinfacht, um bei Bedarf schneller reparieren und warten zu können“, erklärt Denef. Dazu dienen auch die jetzt laufenden Bauarbeiten im Bereich Schenkenberg und Storkwitz. Der Technische Leiter erklärt den Hintergrund: „Die Mittelspannungsversorgung von Storkwitz erfolgte bisher über eine sogenannte Stichleitung. Bei Störungen waren ein schnelles Umschalten und eine Wiederversorgung nicht möglich.“ Vielmehr mussten aufwendige Notstromversorgungen aufgebaut werden. Zwei moderne Transformatorenstationen in Storkwitz und Schenkenberg und die Netzstruktur mit einer sogenannten Ringeinspeisung gewährleisten nun eine Versorgung des Ortes von zwei Seiten aus. Bei Störungen kann der defekte Kabelabschnitt herausgeschaltet und ohne Versorgungsausfall repariert werden.“

1,8 Millionen Euro für Netzerneuerung

Allein für diese Netzbaumaßnahme investierten die Stadtwerke in diesem Jahr 290 000 Euro. Zugleich schließen die Stadtwerke die Netzerneuerung in den Ortsteilen mit dieser Maßnahme im Wesentlichen ab. Zirka 15 Kilometer Mittelspannungsfreileitung hatten sie 2011/12 übernommen. Rund 1,8 Millionen Euro haben die Stadtwerke nach eigenen Angaben seit 2012 in Netzerneuerungen, die Mehrheit davon im Umland, gesteckt. Ganz verschwinden werden Freileitungen aus den Ortsteilen allerdings nicht. Einige Niederspannungsleitungen werden bleiben. Laut Denef handelt es sich dabei aber meist um sogenannte Luftkabel (isolierte Leitungen) jüngeren Datums.

In der Rathenaustraße investieren die SWD noch einmal 200 000 Euro. Diese Kabelnetzertüchtigung steht auch im Zusammenhang mit der Erschließung des neuen Wohngebietes in der Laueschen Straße und der Einbindung einer geplanten Fotovoltaikanlage auf der neuen Sporthalle in Delitzsch-Ost.

Von Thomas Steingen

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