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Delitzsch US-Professor begleitet internationales Workcamp in Delitzsch
Region Delitzsch US-Professor begleitet internationales Workcamp in Delitzsch
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08:03 12.08.2019
Der US-Amerikaner Christopher Larkosh (54) begleitet die 2019er-Ausgabe des internationales Workcamps. Den Delitzscher Organisator Sven Meyerhofer (links) hat er während einer Diskussion im Internet kennengelernt.  Quelle: Mathias Schönknecht
Delitzsch

Heute würde er so etwas nicht mehr machen, sagt Christopher Larkosh. Der US-Amerikaner ist beim 14-tägigen Workcamp in Delitzsch, das am 17. August startet, für den akademischen Teil zuständig. Organisator Sven Meyerhofer vom Delitzscher Verein Interkultur hat er vor mehr als fünf Jahren auf Facebook kennengelernt, als beide in den Kommentarspalten unter einem Beitrag des Senders Deutschlandfunk die Migration verteidigten. Im Jahr 2019 hält Larkosh Diskussionen im Internet für wenig sinnvoll.

Larkosh: In Deutschland immer willkommen gefühlt

„Wir haben auf der Welt ein neues Land geschaffen“, sagt der 54-Jährige US-Amerikaner: „Das Cyber-Space“. Und kolonialisiert haben es Menschen, die Hass und Unwahrheiten verbreiten. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, dieses Land zu befreien.“ Larkosh spricht dabei ruhig und nachdenklich, aber entschlossen. In den Vereinigten Staaten ist er Professor für Portugiesisch an der Universität des US-Bundesstaats Massachusetts. Lehrt dort in Seminaren brasilianischen Roman, Übersetzung, Literaturtheorie und kulturelle Analyse.

Seine Verbindung zu Deutschland beginnt bereits vor der erwähnten Diskussion im Internet: In den 80er-Jahren ist Larkosh Austauschschüler in Leverkusen – in dem zu diesem Zeitpunkt größten Gymnasiums Nordrhein-Westfalens, sagt er. Schon dort beginnt sich der Amerikaner mit Migration auseinanderzusetzen. In diese Zeit fällt der Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle oder das Aufkommen der grünen politischen Bewegung, erinnert sich Larkosh. „Im Großen und Ganzen habe ich mich in Deutschland immer willkommen gefühlt.“

Andere Kultur, gleiches Verständnis?

Beim Workcamp in Delitzsch werden „junge Menschen aus Taiwan, der Türkei, Kirgisistan, Russland, Spanien und Mexiko zwischen 18 und 27 Jahren“ dabei sein, erklärt Meyerhofer. Es soll um die Themen Migration, Inklusion und kritische Pädagogik gehen. Für Christopher Larkosh ist es wichtig, während des Camps zu klären, das bestimmte Begriffe in unterschiedlichen Kulturen anders verstanden werden können. Während Arbeit in Deutschland oder den USA beispielsweise vorrangig als Erhalt eines gewissen Status aufgefasst wird, könne er in anderen Ländern ganz andere Bedeutungen haben.

Für den Austausch mit Delitzschern ist der 29. August vorgesehen. An dem Donnerstag wollen die Jugendlichen zusammen mit allen Interessierten kochen und laden ab 17 Uhr in die Mariengemeinde der katholischen Kirche ein.

Von Mathias Schönknecht

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