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Delitzsch Vorsicht! Eichenprozessions-Spinner bei Löbnitz gesichtet
Region Delitzsch Vorsicht! Eichenprozessions-Spinner bei Löbnitz gesichtet
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16:44 04.07.2019
Raupen des Eichenprozessions-Spinners am alten Muldearm neben der Gartenanlage Roitzschjora. Quelle: Wolfgang Sens
Roitzschjora

Vorsicht ist geboten. Schilder mit Warnhinweisen säumen dieser Tage den Alten Muldearm neben der Gartenanlage Muldenaue in Roitzschjora. Ein Teil des Ufers ist mit rot-weißen Bändern abgesperrt. „Die Raupen des Eichenprozessions-Spinners lösen bei Kontakt erhebliche allergische Reaktionen aus“, wird da gewarnt.

Vor den Raupen des Eichenprozessions-Spinners wird am alten Muldearm neben der Gartenanlage Roitzschjora gewarnt Quelle: Wolfgang Sens

Inzwischen hat die Gemeinde, die für den Campingplatz verantwortlich ist, wo ebenfalls Raupennester gesichtet wurden, eine Spezialisten-Firma angefordert, die die Raupen gezielt in Schutzanzügen absaugt und abflammt. Sie behandelt auch die befallenen Gebiete in Roitzschjora, die zum Bereich der Landestalsperrenverwaltung gehören.

Raupenbekämpfung wird feste Größe

„Wir werden das sicher in den kommenden Jahren weiterführen und ganz einfach dranbleiben müssen“, erklärt der amtierende Löbnitzer Bürgermeister Detlef Hoffmann (CDU). „Denn ein Teil der Raupen überlebt doch immer.“ Bereits im vorigen Jahr um diese Zeit waren die Raupen, die sich später in einen Falter verwandeln, in Löbnitz und in den Nachbarkommunen wie Bad Düben aufgetaucht.

Härchen können allergischen Reaktionen auslösen

Der Eichenprozessions-Spinner ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner. Ab dem dritten von insgesamt sechs Larvenstadien besitzen die Tiere jene Härchen, welche die gefürchteten allergischen Reaktionen auslösen. Sie können Hautreizungen und Asthma hervorrufen. Weil die Raupen oft in Massen auftreten, können sie ganze Bäume in ­kurzer Zeit entlauben.

Von Heike Liesaus

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