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Delitzsch Wallgraben Delitzsch beliebt bei Anglern
Region Delitzsch Wallgraben Delitzsch beliebt bei Anglern
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11:00 30.07.2019
Regelmäßig packen Angler ihre Ausrüstung am Delitzscher Wallgraben aus. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Ruhig sitzen sie da, warten aufs Anbeißen. Angler packen regelmäßig ihre Ausrüstung am Wallgraben in Delitzsch aus. Gerade wird der saniert, der erste von vier Bauabschnitten ist in Bearbeitung – dafür sind extra Fische abgefischt und in die anderen Abschnitte umgesetzt worden. Das macht das Gewässer zum noch größeren Erfolgsgaranten für Anglerglück.

Guter „Jagdgrund“

Einerseits tummeln sich nun in den beiden Abschnitten zwischen dem Breiten Turm und dem Tennisplatz noch mehr Fische, andererseits ist der Wallgraben ohnehin ein gut zum Angeln geeignetes Gewässer, so Matthias Kopp vom Anglerverband Leipzig. Der Verband hat einen Hegeauftrag für den Wallgraben, arbeitet mit hiesigen Vereinen zusammen, über alles wird genau Buch geführt. „Es gibt einen sehr guten Fischbestand im Wallgraben, denn er ist sehr nährstoffreich“, erläutert Matthias Kopp. Rotfeder, Hecht, Barsch, Karpfen und Co. ziehen im Wallgraben ihre Bahnen. Die Angler setzen regelmäßig auch Fische wie Aale oder Schleie nach. „In der Regel vermehren sie sich aber selbst“, so der Experte vom Anglerverband. Gerade, weil der Wallgraben ein flaches und warmes Gewässer sei, sei er zwar einerseits ein guter „Jagdgrund“ und andererseits die Sanierung ja dringend nötig, so die Angler. Gerade für kurzes und schnelles Angeln sei der Wallgraben daher beliebt, vor allem für Kinder und Jugendliche geeignet. „Ich wäre dafür, dass man ihn generell zum Jugendgewässer macht“, sagt auch der Mittdreißiger, der am Sonntagnachmittag seine Angel ausgeworfen hat. Der Wallgraben sei in Delitzsch der beste und fast einzige Ort zum Angeln und gut zum Lernen geeignet. Momentan herrscht ein bisschen Flaute, in den letzten Tagen sei es einfach zu warm gewesen, das macht auch Fische träge und sie wollen nicht so recht anbeißen.

Hoffen auf Regulation

Er sei wie die meisten gespannt darauf, was dann geschieht, sobald die Sanierung abgeschlossen ist und die Flutung des Wallgrabens erfolgt. Dann heißt es beobachten und eventuell nochmals Fische nachsetzen. „Später wird sich aber alles wieder von selbst regulieren“, ist Matthias Kopp überzeugt. Und bis es überhaupt so weit ist, wird noch einiges an Zeit vergehen – mit den detaillierten Planungen und dem Ausbau für die beiden verbliebenen Abschnitte wird 2020 gerechnet.

Von Christine Jacob

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