Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Weniger Streitfälle in Nordsachsen
Region Delitzsch Weniger Streitfälle in Nordsachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 27.04.2019
Nordsächsische Friedensrichter mussten 2018 seltener eingreifen. Wie auch im gesamten Freistaat ging die Zahl der Schlichtungsverfahren in Nordsachsen im Vorjahr zurück. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Nordsachsen

Die Nordsachsen haben im zurückliegenden Jahr weniger oft den Dienst von Friedensrichtern in Anspruch genommen. Der Landkreis fügt sich damit in einen sachsenweiten Trend ein.

Aufklären und schlichten

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes führten die nordsächsischen Schiedsstellen im Jahr 2018 insgesamt 26 Schlichtungsverfahren in Zivil- und Strafsachen durch – zwei Verfahren weniger als im Jahr zuvor. Zwölf Fälle konnten entschieden werden. Am Ende stand ein Vergleich, die Anerkenntnis oder der Verzicht. Zum Vergleich: Im Freistaat wurden im Vorjahr 396 Schlichtungsverfahren durchgeführt. Das waren fünf Prozent (19 Verfahren) weniger als 2017.

Ehrenamtliche Friedensrichter versuchen Streitigkeiten des täglichen Lebens durch Einigung der Parteien gütlich, unbürokratisch und kostengünstig beizulegen. Dafür gab es im Jahr 2018 in Nordsachsen 19 Schiedsstellen – darunter beispielsweise in Oschatz, Mockrehna, Bad Düben, Delitzsch, Eilenburg, Rackwitz, Wiedemar oder Torgau. Im Freistaat Sachsen gibt insgesamt 304 Schiedsstellen für 421 Gemeinden.

Nordsachen suchen weniger oft Rat

Die Zahl der „Tür- und Angelfälle“ ist laut den Statistikern in Kamenz im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zurückgegangen. 2018 wurden 87 Fälle (19 weniger als 2017) in Nordsachsen registriert. Sachsenweit erhöhte sich die Zahl der registrierten Fälle dagegen um 281 auf nunmehr 2591. Bei „Tür- und Angelfällen“ handelt es sich um keine formellen Verfahren. Bürger kommen dabei größtenteils ratsuchend zu den Friedensrichtern oder wenden sich telefonisch an sie. Nach einer Beratung zum Streitgegenstand sehen sie in der Regel von der Durchführung eines Schlichtungsverfahrens ab.

Die Mehrzahl der Schlichtungsverfahren waren mit 92 Prozent (366 Fälle) bürgerliche Rechtsstreitigkeiten wie beispielsweise Nachbar- und Mietrechtsstreitigkeiten. Wie das Statistische Landesamt weiter informiert, wurde 2018 in Sachsen gegen sieben Personen wegen unentschuldigtem Fernbleiben zur Schlichtungsverhandlung ein Ordnungsgeld verhängt – keiner davon war Nordsachse.

Von mhs

Die Gemeinde Krostitz wird für verschiedene Ebenen der Freiwilligen Feuerwehr künftig mehr Aufwandsentschädigung zahlen. Durchschnittlich werden die Zahlungen um 30 Prozent steigen.

27.04.2019

Viele ehemalige Mitarbeiter des Delitzscher Bahnwerkes wissen nichts von der Betriebsrente, die ihnen eigentlich zusteht. Deshalb verteilte Reinhard Zänker (69) eigenhändig gedruckte Flugblätter am Betriebstor.

27.04.2019

Der Versuch, die Freundin zurück zu gewinnen scheiterte für einen Delitzscher und endete ein bisschen im Chaos.

26.04.2019