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Delitzsch Wiedemar wartet auf Fördermittel, um neue Projekte zu starten
Region Delitzsch Wiedemar wartet auf Fördermittel, um neue Projekte zu starten
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07:00 09.01.2018
Ines Möller, Bürgermeisterin von Wiedemar. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Wiedemar

Ausgesprochen glücklich schaut Wiedemars Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) nicht zurück auf das vergangene Jahr. „Natürlich haben wir viel geschafft, was wir uns vorgenommen haben, aber es hätte auch mehr sein können, vielleicht sogar müssen“, sagt sie und führt dabei unter anderem an, dass sich bürokratische Hürden „leider im höher“ auftürmen. Sie zu überwinden werde immer schwieriger, der Aufwand größer. Diese Hindernisse würden dörfliche Entwicklungen nicht nur behindern. Aus Sicht von Ines Möller würden sie die Umsetzung dringend notwendiger und geplanter Maßnahmen teils auch verhindern. Als Beispiel nannte sie unter anderem den Bau und auch die Sanierung von Kinderspielplätzen in der Gemeinde. Es bestünde dringender Bedarf, Fördermittel seien auch beantragt worden, doch bekommen hätte Wiedemar keine.

Naturschutz verhindert Entwicklung

Als noch gravierender sieht sie die Folgen am Zwochauer und Werbeliner See. Die Auszeichnung des Terrains als künftiges Naturschutzgebiet schließe nahezu alle weiteren touristischen Entwicklungen aus und torpediere bisherige Investitionen. In einer Stellungnahme habe sich die Gemeinde sehr deutlich dazu geäußert.

„Schwerpunkt der Arbeit des vergangenen Jahres war zweifelsfrei der Abschluss der Arbeiten am Anbau der Grundschule in Kyhna“, sagte Ines Möller. Dabei sei es gelungen, sowohl termin- als auch kostengerecht das Projekt abzuschließen. Hinzu kamen erhebliche Investitionen in den Ausbau des Hortes in Kyhna und in den Bau eines kombinierten Rad-Gehweges zum Schaufelrad-Denkmal. Damit konnte der Rundweg um den Werbeliner See komplettiert werden.

Immer mehr Einwohner

Dass die Gemeinde in der Zahl der Einwohner zulegt, sieht Ines Möller als einen positiven Aspekt. Insbesondere junge Familien mit Kindern sehen ihre Zukunft auf dem Land, die angebotenen Bauplätze finden Bauherren. Auch darauf müsse sich die Gemeinde einstellen. Sie tut es zum Beispiel mit dem beabsichtigten Bau einer neuen Kindertagesstätte in Wiedemar. Die Planungen sind angelaufen, das Grundstück gekauft. Gebaut wird voraussichtlich ab dem Jahr 2019. „Der Bedarf an Kita-Plätzen ist da und zudem haben wir uns für den Neubau entschieden, weil die Sanierung der bisherigen Einrichtung deutlich teurer ausgefallen wäre“, erklärte die Bürgermeisterin.

Nach wie vor unverständlich ist der Wiedemarer Bürgermeisterin, dass sich die Sparkasse aus Wiedemar zurückzieht, das SB-Center schließt. Auch im persönlichen Gespräch ließ sich das Geldinstitut nicht von den Planen abbringen. Zudem erfolgte die Schließung noch vor dem angekündigtem Termin. Gerade für ältere Einwohner wird es damit schwieriger, an Bargeld zu kommen. Zwar bietet der Supermarkt jetzt auch Geldauszahlungen an, doch könne dieser Service das SB-Center nicht ersetzen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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