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Delitzsch Wirbel: Hecken-Pflege oder Kahlschlag bei Pröttitz?
Region Delitzsch Wirbel: Hecken-Pflege oder Kahlschlag bei Pröttitz?
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14:39 16.04.2019
Der Krostitzer Gemeinderat diskutiert das Thema Heckenschnitt zwischen Pröttitz und Kletzen.
Der Krostitzer Gemeinderat diskutiert das Thema Heckenschnitt zwischen Pröttitz und Kletzen. Quelle: Thomas Steingen
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Pröttitz

Sie soll wieder wachsen, die Hecke am Weg zwischen Pröttitz und Kletzen. Aber gerade jetzt, wenn sich die Sonne wieder anschickt, kräftiger zu werden, wird sie schmerzlich vermisst: „Am Weg an der ehemaligen Bahnstrecke wurden Bäume gefällt. Die haben Sturmtiefs überlebt“, beschwerte sich ein Anwohner aus dem Krositzer Ortsteil Pröttitz in der Gemeinderatssitzung.

Aktion zum Hecken-Erhalt

Doch für die Aktion gibt es triftige Gründe, erklärte Gemeinderat Dirk Mansfeld (CDU). Diese Hecke würde sonst keine Hecke bleiben. Wenn zu viel Baumartiges Schatten wirft, wird der untere Bereich kahl. Flora und Fauna, die für eine Hecke typisch sind, haben dann keine Chance mehr. „Das ist eine geförderte Maßnahme zum Erhalt der Hecke. Sie ist auf drei Jahre ausgelegt“, erklärte Mansfeld. In dieser Zeit soll das Holz abschnittweise und damit schonend geschnitten werden, damit sich Getier im verbleibenden Areal zurückziehen kann. „Hecken werden ab und an heruntergeschnitten. Auf diese Weise wächst alles von unten wieder nach. Weichholz würde sonst absterben“, ergänzte der stellvertretende Bürgermeister Frank Grabsch (CDU-Fraktion). „Der Schatten, den die Hecke wirft, ist jetzt zwar noch schön, aber wenn so ein Baum morsch wird, ist es schlecht für die Sicherheit.“ Die Verantwortlichen beteuerten, dass die Hecke künftig wieder grünen wird.

Bank und Reitverbot

„So wie das jetzt aussieht, kann es jedenfalls nicht bleiben“, betonte der Anwohner. Aber außerdem bat er, „mal eine Bank aufzustellen“. Eine Idee, die Manuela Hübner (SPD) für die Gemeinde aufgriff: „Vielleicht machen wir mal eine Aktion und stellen gleich vier oder fünf auf.“ Außerdem sollen die verschwundenen Reitverbotsschilder wieder aufgestellt werden, informierte Frank Grabsch.

Von Heike Liesaus