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Delitzsch Zaasch feiert zum 43. Mal
Region Delitzsch Zaasch feiert zum 43. Mal
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13:47 12.08.2016
Rings um den Zaascher Teich, der auch Entenhausen heißt, wird gefeiert, dort trifft sich das Dorf. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Zaasch

Was ist eigentlich los auf dem Lande? Was wird geredet im Dorf? Was bewegt die Menschen? Die LVZ-Serie Unterwegs in Zaasch zeigt es.

Der 240-Seelen-Ort Zaasch hat vor allem eines zu bieten, und das bestätigten gleich mehrere Bewohner: Es ist die ländliche Ruhe, aber auch das Gemeinschaftsgefühl der Menschen, die im Ort leben. Gestern Abend wurde die Geißler-Orgel in der Pfarrkirche St. Ursula nach einer umfangreichen Sanierung wieder in Dienst gestellt. Zu einem Konzert wurde eingeladen und die Organisatoren hofften auf regen Zuspruch.

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43. Teich- und Dorffest

Damit gab es am Freitag doch eine Veranstaltung im Dorf. Erstmals in diesem Jahr sollte sich nämlich das Dorf- und Teichfest nur auf den Sonnabend und Sonntag beschränken. „Diesmal und künftig verzichten wir darauf, schon am Freitag etwas anzubieten“, verriet Martin Paschy. Am Ende müsse sich der Aufwand auch rechnen, meinte er. In diesem Fall eine kluge Entscheidung, denn sonst hätte man sich womöglich die Gäste noch mit der Kirchgemeinde teilen müssen. Bereits die 43. Auflage des Teich- und Dorffest geht über die Bühne, federführend ist dabei wie immer der Verein der Vogelliebhaber 1974. 26 Mitglieder sind dort aktiv, der Altersdurchschnitt ist ziemlich hoch. Doch allein ließe sich ein solches Fest natürlich nicht ausrichten. Wie gut, dass Vereinskassenwart Hartmut Plöhn auch Ortswehrleiter ist. Die Kameraden bringen sich natürlich ein, sorgen für den traditionellen Pokalwettkampf gleich neben dem Festplatz. Der Festplatz ist leicht zu finden. Unmittelbar neben dem Teich, der auch Entenhausen genannt wird.„Ohne Sponsoren aus dem Dorf und der Umgebung wäre das Fest nicht zu schaffen“, weiß Willi Klugmann. Meist seien es aber immer die gleichen Sponsoren, die etwas geben. Wenn diesmal Holzkünstler Raik Zenger die Kettensäge anwirft, soll eine hölzerne Schildkröte entstehen. Ein Wahrzeichen hat er schon hinterlassen. 2013 sägte er aus einer Pappel, sie stand am Festplatz, die aufeinander stehenden Buchstaben von Zaasch heraus. Auch wenn die Zaascher an sich mit ihrem Dorf, das zur Gemeinde Wiedemar gehört, zufrieden sind, ein paar unschöne Flecken ärgern sie schon, beispielsweise entlang der Roitzscher Straße. Wenn sich da bald etwas verändern könnte, wäre es noch schöner im Dorf.

Von Ditmar Wohlgemuth

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