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Delitzsch Zwochauer Sportler stemmen sich gegen den Verfall ihrer Halle
Region Delitzsch Zwochauer Sportler stemmen sich gegen den Verfall ihrer Halle
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10:00 27.05.2019
In der Turnhalle in Zwochau sind die Sanitäranlagen mangelhaft. Von links: Carmen Eschert, Evelin Mähnert, Robter Kühnel, Ute Meißner und Jutta Wagner wollen das ändern. Sie bieten an, die Sanierung selbst in die Hand zu nehmen – brauchen aber grünes Licht der Gemeindeveraltung Wiedemar. Quelle: Mathias Schönknecht
Zwochau

Die Mitglieder des Sportvereins Zwochau packten schon einmal selbst an, um ihre marode gewordene Turnhalle an der Schulstraße fit für die Zukunft zu machen. Das ist mittlerweile 15 Jahre her. Bis auf wenige Notreparaturen ist seit 2004 nicht mehr viel passiert. Die etwa 250 Vereinsmitglieder und die Kinder der Zwochauer Montessori-Grundschule müssen seit einiger Zeit mit defekten Waschbecken und in die Jahre gekommenen Toiletten auskommen. Das wollen die Zwochauer jetzt ändern – und erneut selbst ans Werk gehen.

Sportler haben Verständnis für Zwangslage der Gemeinde

„Wir brauchen nur das Einverständnis der Gemeinde“, sagt Carmen Eschert von der Gymnastik-Abteilung des Vereins. Denn die Halle steht im Eigentum der Kommune. Dafür, dass die Gemeindeverwaltung im Angesicht eines geplanten Kita-Neubaus in Wiedemar nicht in jeden der 17 Ortsteile sofort investieren kann, haben die Sportler Verständnis. Stattdessen würden sie wie schon 2004 den Großteil selbst übernehmen – sowohl finanziell als auch in Baueigenleistung.

Und dieses Mal ist die Herausforderung sogar wesentlicher geringer als vor 15 Jahren. Damals hatte sich das Dach gesenkt und war undicht geworden. Der Regen weichte das Parkett auf und beulte es hoch. Die Turnhalle war zeitweilig nicht mehr zu benutzen. Während der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass Decke und die Dachkonstruktion erneuert werden müssen. Das Amt für ländliche Neuordnung und zahlreiche andere Sponsoren halfen bei der Finanzierung. Gut 80 000 Euro kamen zusammen. Davon 3000 Euro allein durch Vereinsmitglieder und Bewohner, erinnert sich Eschert.

Ein Bruchteil der Kosten von vor 15 Jahren

Ein Kostenangebot haben sich die Zwochauer bereits eingeholt. Etwa 2800 Euro werden dieses Mal gebraucht, um die Sanitäranlagen zu ersetzen. Und dabei gehe es auch um Kleinigkeiten, wie den Austausch der Schnüre, die die Spülung der zwei hochhängenden Spülkästen auslösen. Diese seien mittlerweile so kurz, dass die Grundschüler sie nicht mehr erreichen können, sagt Jutta Wagner.

Eines steht für die Sportler fest. Ihre Turnhalle muss erhalten werden. Denn so schnell finden die sechs Sportgruppen – von Tischtennis bis zu Kindersport – kein neues Domizil. Die Turnhallen der Umgebung seien ähnlich wie die in Zwochau an den Abenden von Montag bis Freitag voll ausgelastet.

Von Mathias Schönknecht

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