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Döbeln 100 Jahre nach erster Idee – Grundsteinlegung für neue Muldenbrücke in Döbeln
Region Döbeln 100 Jahre nach erster Idee – Grundsteinlegung für neue Muldenbrücke in Döbeln
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16:35 24.05.2019
Baupläne, Münzen, den Stadtratsbeschluss und die DAZ vom Tage mauerten Ministerpräsident Kretschmer (l.), Landtagsabgeordneter Liebhauser und Oberbürgermeister Egerer (r.) im Grundstein der Brücke ein. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Seit 100 Jahren wird über diese Brücke in Döbeln geredet. Beim Bau des Gründerzeitviertels wurde extra dafür Platz gelassen. Jetzt wird die neue Muldenquerung zwischen Schillerstraße und Sörmitzer Straße in Döbeln Realität. Gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und dem Döbelner CDU-Landtagsabgeordneten Sven Liebhauser legte am Freitag Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) den Grundstein für die neue Brücke.

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Nach 1990 griffen Stadtrat und Freistaat die Idee einer neuen Muldenbrücke für Döbeln wieder auf. Verschiedene Varianten wurden geprüft und wieder verworfen. Mit maßgeblicher Unterstützung durch die zuständigen Ministerien, die Landesdirektion Sachsen und die Fachbehörden des Landratsamtes Mittelsachsen konnte die Stadt schließlich die Planungen soweit voranbringen, dass der Brückenbau nun als städtisches Projekt umgesetzt werden kann.

5,4 Millionen Euro wird die neue 95 Meter lange und knapp zwölf Meter breite Brücke kosten. 4,7 Millionen Euro trägt der Freistaat Sachsen, 750.000 Euro kommen aus dem Döbelner Stadtsäckel. 300.000 Euro legen die Versorgungsunternehmen für die Umverlegungen ihrer Kabel und Rohre dazu. Bis Ende 2020 soll die Brücke samt 175 Metern Lärmschutzwänden fertig sein. Die Oberbrücke, die aktuell am Tag 17.700 Fahrzeuge passieren, soll mit der neuen Brücke entlastet werden.

Seit 100 Jahren wird über diese Brücke in Döbeln geredet. Beim Bau des Gründerzeitviertels wurde extra dafür Platz gelassen. Jetzt wird die neue Muldenquerung zwischen Schillerstraße und Sörmitzer Straße in Döbeln Realität.

Ministerpräsident Michael Kretschmer lobte Döbelns scheidenden Oberbürgermeister bei dieser Gelegenheit als ruhigen und besonnenen Macher. „Sie haben dieser Stadt gut getan.“ Die Staatsregierung werde Döbeln und die Region Döbeln weiter nach Kräften unterstützen. „Döbeln hat sich toll entwickelt und hat noch viel Potenzial mitten in Sachsen“, so Kretschmer. Gleichzeitig erneuerte der Ministerpräsident sein Wort, zur Wiedereinrichtung der direkten Bahnverbindung von Leipzig über Döbeln nach Meißen beziehungsweise Dresden zu stehen. „Das Geld ist im Haushalt eingestellt. Wir sind mit den Zweckverbänden und Kreisen im Gespräch. Selbst das Bundesverkehrsministerium denkt gerade über die Wiederbelebung von Bahnstrecken nach.“

Insgesamt 8.000 Kubikmeter Boden, 695 Meter Großbohrpfähle und 1.800 Quadratmeter Spundwände zur Baugrubensicherung wird die beauftragte Firma Baulogistik aus Döbeln bewegen. 730 Kubikmeter Stahlbeton, 846 Kubikmeter Spannbeton sowie 115 Tonnen Stahl werden für den Brückenbau benötigt.

Von Thomas Sparrer