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Döbeln 200. Spielzeit im Theater Döbeln eröffnet
Region Döbeln 200. Spielzeit im Theater Döbeln eröffnet
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19:36 08.09.2019
Männer in Pelzmänteln und Regenschirmen – das gibt es zur Spielzeiteröffnung am Döbelner Theater. Quelle: Gerhard Schlechte
Döbeln

„Wenn man bisher nur in Dresden oder Leipzig war, denkt man, das ist eine Puppenkiste“, sagt Christoph Nieder (59) über das Döbelner Theater. „Aber dafür sieht man auf der Bühne jedes Augenzwinkern und Mundwinkelzucken. Man merkt hier: Theater ist live.“ Nieder ist Dramaturg beim Mittelsächsischen Theater. Das eröffnete am Sonntag die neue Spielzeit in Döbeln.

Es beginnt ein Jubiläumsjahr, denn vor 200 Jahren wurde in der großen Kreisstadt das erste Theatergebäude eröffnet. Um 9.30 Uhr beginnt also die neue Saison – wie in den vergangenen Jahren mit dem Theaterfrühstück des Fördervereins Freunde des Döbelner Theaters. Beim Buffet, das die knapp 60 Mitglieder auf die Beine gestellt haben, kann man also ins Gespräch kommen, bis es um 11 Uhr auf der Hauptbühne losgeht.

„Jetzt“ heißt das Motto der neuen Spielzeit. Es geht um den bestimmten Augenblick, wie Intendant Ralf-Peter Schulze (63) erklärt: „Wir werden erleben, wie viele Figuren in den Stücken vor solchen großen Entscheidungsmomenten sind. Es geht darum, nicht nur egoistisch für sich, sondern in Verantwortung für eine zukünftige Entwicklung Entscheidungen zu treffen.“ In jedes Stück könne man sich dabei ein bisschen verlieben. „Es ist wert, sich zu verschwenden.“ Auch wenn die Werke in der Vergangenheit geschrieben wurden, sind sie damit „jetzt“ und heute noch aktuell.

Einen Vorgeschmack auf die neue Spielzeit bietet das folgende Programm. Zu sehen und hören gibt es Musik- und Tanzeinlagen aus den Stücken – vom Musical „Der Graf von Monte Christo“ bis zu Beethovens einziger Oper „Fidelio“. Lesungen aus Heinrich HeinesDeutschland – ein Wintermärchen“ werden zum literarischen Rahmen.

„Dadurch dass die Eröffnung gratis ist, hat man heute eine gute Gelegenheit, Einblicke zu bekommen“, sagt Nadine Franke (28). „Man kann so Interesse wecken.“ Franke ist beim Mittelsächsischen Theater für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Heute ist ihre erste Spielzeiteröffnung. Ihr persönlicher Saisonhöhepunkt ist die Döbelner Premiere von Samuel BeckettsWarten auf Godot“.

Neben dem Stück, das zum Absurden Theater gezählt wird und für das Beckett den Literaturnobelpreis erhalten hat findet Franke auch die Art der Aufführung interessant: „Es ist eine andere Perspektive, weil man auf der Hinterbühne sitzt und in den Zuschauerraum schaut und da die gespielte Szene sieht.“ Premiere ist am 16. November.

Von Johannes Wolf

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