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Döbeln 40 268 Besucher und 2,6 Tonnen Pommes Frites im Döbelner Freibad
Region Döbeln 40 268 Besucher und 2,6 Tonnen Pommes Frites im Döbelner Freibad
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17:29 01.10.2018
So leer wie auf diesem Foto war es in diesem Sommer selten im Döbelner Freibad. Mit 40 000 Gästen gab es 2018 einen neuen Rekord. Quelle: Dietze
Döbeln

Die diesjährige Freibadsaison im Döbelner Stadtbad bricht alle Rekorde. Bis zur Schließung des Freibades am 9. September zählten die Badbetreiber 40 268 Besucher. „Das ist die beste Freibadsaison seit Anfang der 1990-er Jahre, als die Döbelner Stadtwerke den Betrieb des Bades übernommen haben“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle. Die letzte Supersaison war im Jahr 2015 als das Freibad von 29 700 Besuchern genutzt wurde. Auch das Jahr 2016 war mit 28 9000 Besuchern eines von den besseren. Ab 23 000 Besuchern zählt der Sommer als gute Saison.

„Der Tag mit den meisten Besucher im Freibad 2018 war der 31. Juli mit 1324 Besuchern. An dem Tag hatten wir 39,1 Grad Lufttemperatur. Die schattigen Plätze waren da komplett belegt“, sagt Simone Jentzsch, für das Bad zuständige Sachgebietsleiterin bei den Döbelner Stadtwerken. An den heißen Wochentagen in den Sommerferien kamen fast jeden Tag an die 1000 Besucher. Für die Technik und das Personal sind diese Besucherzahlen eine Herausforderung. Ab 25 Grad Wassertemperatur wird eine größere Frischwassermenge zugeführt und der Wasserdurchlauf erhöht. Denn sonst müsste deutlich mehr Chemie eingesetzt werden, um eine gute Wasserqualität zu garantieren. „Die Filtertechnik lief auf Hochtouren. Wir hatten zu jeder Zeit gute Werte“, sagt Simone Jentzsch. Die Schwimmmeister sorgten zum Teil in Doppelschichten für Sicherheit. Auch im Badkiosk war der Job hart. Zum Glück halfen Ferienarbeiter aus. Dennoch kam das Kiosk-Personal an Grenzen. Der Umsatz wurde verdoppelt. Die Freibadbesucher vertilgten am Tag etwa zwölf Kilo Nudeln. Über die gesamte Freiluftsaison wurden 2,6 Tonnen Pommes Frites zubereitet, 4144 Baguettes aufgeschnitten, 524 Eisbergsalate aufgeschnitten und 48 Kilogramm Kaffee aufgebrüht.

Bis auf kleinere Streitereien gab es bei den enormen Besucherzahlen keine Probleme. Bis auf einen drogensüchtigen Döbelner, der Wertschließfächer aufbrach und erwischt wurde. Pikant zudem der Versuch einer jungen Frau und zweier Männer unterm Sprungturm einen „flotten Dreier“ zu veranstalten. Jugendliche hatten das Badpersonal informiert. Weil die schwer zu gedröhnten „Lustmolche“ nicht freiwillig gehen wollten, beförderte die herbeigerufene Polizei aus dem Bad. Dazu gab es lebenslanges Hausverbot.

Mit Flüchtlingen gab es dagegen im Bad keine ernsthaften Probleme. Nur eines: Viele können nicht schwimmen und hangeln sich im Schwimmerbecken an den Haltestangen entlang. Einer sprang ganz mutig vom Dreier, ging unter und wurde von der Schwimmmeisterin blitzschnell gerettet. „Der war echt dankbar. Warum er, ohne Schwimmen zu können, ins tiefe Wasser sprang, blieb unklar“, sagt Simone Jentzsch.“

Dank der Rekordzahl im Freibad werden für das gesamte Jahr 2018 etwa 150 000 Gäste in Freibad, Schwimmhalle und Sauna erwartet. Damit besucht jeder Döbelner Einwohner das Stadtbad statistisch sechs mal pro Jahr. Die hohen Besucherzahlen verringern auch den Verlust des Stadtbades um etwa 80 000 Euro. Mit Abschreibungen macht das Stadtbad in einem Durchschnittsjahr 1,35 Millionen Euro Miese. Diese werden durch einen steuerlichen Querverbund mit den Gewinnen der Stadtwerke verrechnet. „Zwei Drittel unseres Ergebnisses fließen somit in die Daseinsfürsorge der Bürger. Das ist wichtig fürs Schulschwimmen in der Region, fürs Babyschwimmen, für die Aquakurse, den Vereinssport und für die Lebensqualität der Bürger“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle.

Von Thomas Sparrer

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