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Döbeln 540 Kandidaten bewerben sich in Mittelsachsen um Kreistagsmandat
Region Döbeln 540 Kandidaten bewerben sich in Mittelsachsen um Kreistagsmandat
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07:03 27.04.2019
Am 26. Mai wird auch der Kreistag gewählt. Quelle: Fotolia
Mittelsachsen

Nur noch vier Wochen bis zum großen Wahltag. Am 26. Mai sind rund 258.000 Mittelsachsen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Gleich mehrere Wahlen stehen an – die fürs Europäische Parlament, für den Kreistag, für die Stadt- und Gemeinderäte sowie gegebenenfalls die Ortschaftsräte.

Bewerberzahl deutet auf Interesse hin

Für den mittelsächsischen Kreistag gibt es diesmal 540 Kandidaten von neun Parteien, Vereinigungen und Verbänden (Kasten). Das sind 55 Kandidaten mehr als bei der Kreistagswahl vor fünf Jahren. Landrat Matthias Damm (CDU) bewertet das positiv: „Die höhere Bewerberzahl zeigt, dass Interesse da ist.“

Wahlbenachrichtigung bis 5. Mai

Die andere Seite ist die Wahlbeteiligung. Damm hofft, dass auch diese höher ausfällt, als bei den letzten Wahlen. Er ruft die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises dazu auf, am 26. Mai von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen oder die Möglichkeit der Briefwahl zu nutzen. Bis zum 5. Mai sollen die Wahlbenachrichtigungskarten zugegangen sein. „Nur wenn viele Menschen zur Wahl gehen, gibt es am Ende auch ein repräsentatives Ergebnis. Das Meinungsbild der Mehrheit der Bevölkerung sollte sich in der Wahl niederschlagen. Und das ist dann der Fall, wenn es eine hohe Wahlbeteiligung gibt“, sagt Damm.

Wahl als Bürgerpflicht

Der Landrat ist der Auffassung, dass eine hohe Wahlbeteiligung dazu beitragen würde, extremen Kräften den Einzug in Parlamente zu erschweren. Er macht das an einem Beispiel fest: Bei der letzten Kreistagswahl hatte die NPD bei einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent acht Prozent erreicht. „Hätte die Wahlbeteiligung bei 100 Prozent gelegen, wäre die NPD vermutlich gar nicht in den Kreistag gekommen.“

Zahlen und Fakten zur Kreistagswahl 2019

Die 540 Kandidaten, die sich um ein Mandat für den Kreistag Mittelsachsen bewerben, teilen sich wie folgt auf: CDU: 97; Die Linke: 46; SPD: 81; Freie Wähler: 123; FDP: 42; AfD: 40; Bündnis 90/Die Grünen: 62; Regionaler Bauernverband: 35; NPD: 14.

Wahlberechtigt bei der Kreistagswahl sind die Bürger des Landkreises: jeder Deutsche im Sinne des Grundgesetzes und jeder Staatsangehörige eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union (Unionsbürger), der das 18. Lebensjahr vollendet und seit mindestens drei Monaten im Landkreis seine Hauptwohnung hat, sofern das Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist.

Jeder Wahlberechtigte erhält bis zum 5. Mai seine Wahlbenachrichtigungskarte. Darauf ist der Wahlraum angegeben, in dem der Wahlberechtigte wählen kann. Die rund 340 allgemeinen

Wahllokale in Mittelsachsen haben am 26. Mai von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wem es am 26. Mai nicht möglich ist, zur Wahl zu gehen, hat die Möglichkeit der Briefwahl. Mit Hilfe der Wahlbenachrichtigungskarte können die Unterlagen bei der Stadt/Gemeinde beantragt werden. Wer die Briefwahlunterlagen persönlich bei der Stadt/Gemeinde beantragt, kann vor Ort zu wählen.

Die Wähler haben drei Stimmen − vergeben werden können aber auch nur eine oder zwei. Es dürfen nicht mehr als drei Stimmen sein, sonst ist der Stimmzettel ungültig. Wie der Wähler seine drei Stimmen verteilt, ist egal. Einem Bewerber können alle drei Stimmen gegeben werden oder sie werden auf mehrere Bewerber derselben Partei/Wählervereinigung oder verschiedener Parteien/Wählervereinigungen aufgesplittet.

Damm erinnert an die Zeit nach der Wende. „Endlich hatten wir freie Wahlen. Die Beteiligung lag bei 85 bis 90 Prozent.“ Das diese „aus unterschiedlichen Gründen“ mittlerweile deutlich zurückgegangen ist, bedauert der Landrat. Nach seiner Meinung, ist es eine Bürgerpflicht, zur Wahl zu gehen. Damm: „Es ist auch nicht zu viel verlangt, diese Pflicht zu erfüllen.“

Fairer Wahlkampf erhofft

Für den Wahlkampf wünscht sich Damm Fairness und am Ende eine solche Besetzung des Kreistages, die es möglich mache, „die Sacharbeit in den Vordergrund zu stellen und persönliche Befindlichkeiten außen vor zu lassen“. Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistages soll im August sein.

Von Olaf Büchel

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