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Döbeln 70 Euro teurer für dreiköpfige Familie – Abwasser kostet wieder mehr Geld
Region Döbeln 70 Euro teurer für dreiköpfige Familie – Abwasser kostet wieder mehr Geld
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17:03 10.07.2019
Die Preise für Abwasserentsorgung steigen. (Symbolbild) Quelle: dpa
Rosswein

Etwa 70 Euro mehr im Jahr muss eine dreiköpfige Familie in Roßwein und in Teilen des Striegistals ab sofort für ihre Abwasserentsorgung einplanen. Das hat der Aufsichtsrat der OFM Abwasserentsorgung GmbH beschlossen. Die neuen Preise gelten seit dem 1. Juli. Bis zum 30. Juni 2023 wird es zunächst keine weitere Erhöhung geben.

Die letzte Erhöhung der Abwassergebühr liegt drei Jahre zurück. Die Neukalkulation ist planmäßig erfolgt. Dass die Preise steigen ist absehbar auch für die Zukunft. Das liegt einerseits an den jährlich steigenden Preisen für die Entsorgung des Klärschlammes. Und weiterhin den großen Investitionen, die der Abwasserzweckverband (AZV) Obere Freiberger Mulde in den zurückliegenden Jahren getätigt hat, um das 2008 geforderte Abwasserbeseitigungskonzept des Landes umzusetzen.

Mehrzahl der Kunden sind Volleinleiter

Bis 2015 sollten möglichst alle Haushalte ans Abwassernetz angeschlossen sein. „Wir sind bis 2018 fertig geworden“, sagt Frank Lessig, Geschäftsführer des AZV und der OFM Abwasserentsorgung GmbH. Rund zehn Millionen Euro sind investiert worden in den Aufbau des Schmutzwassersystems im dörflichen Bereich.

Etwa 95 Prozent der Kunden sind Volleinleiter, haben also einen Abwasseranschluss, über den sie sämtliche Abwässer ins Kanalsystem einleiten. Auf diesem Weg gelangt es in die Kläranlage und wird dort behandelt. Außerdem gibt es Teileinleiter, also jene Kunden, die ihr Abwasser in einer vollbiologischen oder mechanischen Kleinkläranlage vorreinigen und dann entweder ins Kanalsystem einleiten oder in den Vorfluter, also den Bach oder Fluss.

Zahlreiche Gebühren steigen

Die monatliche Grundgebühr für Volleinleiter steigt um 2,38 Euro auf 9,52 Euro, das Mengenentgelt um 0,09 Euro pro Kubikmeter auf 3,15 Euro. Für Teileinleiter steigt der Grundpreis um 1,19 Euro auf 3,57 Euro pro Monat. Der bisher geltende monatliche Grundpreis von 40 Euro für die Entsorgung der Fäkalien aus mechanischen Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben – davon gibt es nur noch zehn Stück im AZV-Gebiet – entfällt. Dafür steigt das Mengenentgelt für die Fäkalienentsorgung teilweise stark an: Um 8,70 Euro pro Kubikmeter auf 20,33 Euro für abflusslose Gruben, und um 30,48 Euro auf 42,11 Euro für mechanische Kleinkläranlagen. Am besten kommen hier diejenigen weg, die ihre Anlage auf Vollbiologie umgerüstet haben – hier liegt die Erhöhung bei 1,05 Euro auf 26,95 Euro pro Kubikmeter.

Auch die Gebühr für die Niederschlagswasserbeseitigung steigt leicht an. Genau 0,19 Euro pro Quadratmeter sind im Jahr mehr zu zahlen, also jetzt 0,65 Euro. Gut beraten ist, wer sein Regenwasser möglichst auf dem Grundstück belässt – in Zisternen sammelt und statt Trinkwasser zum Gießen nutzt. „Das entlastet letztlich auch unsere Anlagen“, sagt Frank Lessig.

Beim Einsparen von Abwasser sieht das schon anders aus. Natürlich sei der bewusste Umgang mit Wasser wichtig. Fakt sei aber auch: Das Geld für die Refinanzierung der Investitionen in das Kläranlagensystem muss irgendwoher kommen. Wird zuviel an der Menge gespart, steigt irgendwann der Grundpreis. Sauberes Wasser und eine geregelte Entsorgung des verschmutzten ist umsonst nicht zu haben.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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