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Döbeln Abriss läuft: Auf Roßweiner Baderberg soll Pflegeheim entstehen
Region Döbeln Abriss läuft: Auf Roßweiner Baderberg soll Pflegeheim entstehen
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11:03 30.08.2019
Das frühere Wohnheim für Schmiedewerkarbeiter am Baderberg wird derzeit abgerissen. Hier soll bis April 2021 ein Pflegeheim entstehen. Quelle: Gerhard Schlechte
Roßwein

Spätestens Anfang Oktober gehört das frühere Wohnheim für Schmiedewerk-Mitarbeiter und spätere „Hotel zum Baderberg“ endgültig der Vergangenheit an. Seit ein paar Tagen werden die Anwohner der Böhrigener Straße und der Straße am Baderberg Zeuge der Abrissarbeiten auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Gelände. Die Freude darüber, dass sich an der Immobilie endlich etwas tut, ist groß. Zuletzt war das Objekt, das von allen Seiten zugewuchert ist und auf dem seit fast 20 Jahren nichts passiert ist, auch zum gefährlichen Spielplatz mutiert.

Erst vor wenigen Monaten hat die Chemnitzer Theed Projekt-Gruppe das Grundstück samt Bebauung vom vorherigen Eigentümer erworben. Das war die Stowasser Bau GmbH, die das ehemalige Wohnheim und seit 1997 leer stehende Hotel 2001 gekauft hatte und plante, daraus ein Altenpflegeheim entstehen zu lassen. Der neue Besitzer hat ähnliches vor. Nur, dass er nicht das bestehende Gebäude nutzt, sondern abreißt, um neu zu bauen. Bau- und Projektleiter Marko Häsler bestätigt, dass auf dem Baderberg ein Pflegeheim entsteht, das die Chemnitzer Volkssolidarität betreiben wird. Allein die Anzahl der Plätze steht noch nicht fest.

Neuer Besitzer plant 130 Pflegeplätze

Eine Baugenehmigung für ein Heim mit 110 Plätzen besteht noch aus der Zeit, als es die Firma Stowasser bauen wollte. Der neue Besitzer möchte aber gern 130 Plätze schaffen und hat einen entsprechenden Bauantrag bei der Stadt gestellt. Sollte dem Antrag nicht stattgegeben werden, würde man auf die bestehende Baugenehmigung zurückgreifen. 120 Arbeitsplätze sollen im Zuge des Pflegeheim-Neubaus geschaffen werden. Dass das bestehende Gebäude nicht genutzt, sondern abgerissen wird, liege an mittlerweile veränderten Vorschriften, zu kleinen Zimmern und zu niedrigen Decken im Bestandsgebäude. Mit dem Neubau investiert die Theed-Gruppe, die sich auf den Pflegeheimbau spezialisiert hat, rund 13 Millionen Euro, Übergabe des fertigen Gebäudes soll im April 2021 sein.

Weiteres Pflegeheim wird ebenfalls vorangetrieben

Zu befinden haben Roßweins Stadträte kommenden Donnerstag aber nicht nur über den von der Chemnitzer Theed-Gruppe eingereichten Bauantrag für ein Pflegeheim. Gleichzeitig liegt auch der Bauantrag des ebenfalls aus Chemnitz kommenden Besitzers der früheren Studentenwohnheime am anderen Ende der Stadt nun vor. Und Heiko Lindner von der Color-Dream-GmbH plant ebenfalls, ein Pflegeheim zu bauen.

Nachdem er die beiden Wohnheim-Gebäude 2017 für 85.000 Euro von der Stadt erworben hatte, stellte er im Februar dieses Jahres dem Stadtrat das Projekt vor, jetzt gibt es den dazugehörigen Bauantrag. Geplant hat das Objekt der frühere Roßweiner Wolfgang Stürmer, der in Arnstadt ein Architektur- und Ingenieurbüro betreibt. Im Gespräch für die Betreibung des zukünftigen Pflegeheims an der Mulde war unter anderem die in Roßwein ansässige Pflegedienstleistungen Brambor GmbH. Allerdings, so Prokurist Benjamin Brambor, habe man von dem Angebot schließlich Abstand genommen, weil es für das Unternehmen nicht attraktiv genug gewesen sei.

Stadtrat diskutiert kommende Woche

Sollten beide Chemnitzer Unternehmen die Genehmigung für den Bau ihrer Pflegeheime bekommen, wären in Roßwein zukünftig drei Einrichtungen mit insgesamt rund 300 Pflegebetten zu füllen. Seit 1996 gibt es bereits das Seniorenpflegeheim Berta Börner in der Herrmannstraße, welches sich in der Trägerschaft der Diakonie Döbeln befindet. Theed-Projektleiter Marko Häsler sieht in der Menge an Pflegebetten kein Problem, der Bedarf sei auf jeden Fall gegeben.

Über beide Bauanträge diskutiert der Roßweiner Stadtrat kommenden Donnerstag zunächst in einer nichtöffentlichen Sitzung, bevor um 18.30 Uhr Öffentlichkeit hergestellt wird. Die letzte Entscheidung über die Anträge liegt beim Bauordnungsamt des Landratsamtes Mittelsachsen.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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