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Döbeln Ackerland bei Großweitzschen am teuersten
Region Döbeln Ackerland bei Großweitzschen am teuersten
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14:59 15.08.2019
Abgeerntetes Getreidefeld bei Großweitzschen: Wer hier Ackerland verkauft, kann gute Preise erzielen. Quelle: Sven Bartsch
Region Döbeln/Mittelsachsen

Wer in der Döbelner Innenstadt ein Grundstück erwerben möchte, der muss ziemlich tief in die Tasche greifen. Das Gleiche gilt für die gefragten Ackerböden in der Region. Im Mittelsachsenvergleich sind dafür momentan die höchsten Preise zu zahlen. Das weisen die neuen Bodenrichtwerte aus, die der Gutachterausschuss des Landkreises Mittelsachsen beschlossen hat. Die so dargestellte Entwicklung der Grundstückspreise basiert auf dem Auswertungszeitraum 2017/2018. Die neuen Werte gelten rückwirkend ab 1. Januar 2019 und für zwei Jahre.

Gute Ackerböden haben ihren Preis

„Bei landwirtschaftlichen Nutzflächen hat der Gutachterausschuss die höchsten Bodenrichtwerte für Ackerland in den Gebieten Großweitzschen mit 2,19 Euro sowie Ostrau und Zschaitz-Ottewig mit 2,09 Euro pro Quadratmeter ermittelt“, erklärt André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes Mittelsachsen. Die höchste Wertsteigerung ist im Bereich Claußnitz/Altmittweida zu verzeichnen, wo der Ackerland-Wert auf aktuell 1,53 Euro pro Quadratmeter gestiegen ist. Im Jahr 2016 betrug er dort mit 98 Cent noch weniger als einen Euro. Es gibt aber auch Regionen, in denen der Bodenrichtwert für Ackerland gesunken ist. Dazu gehört der Raum Lunzenau, wo der Richtpreis von 1,42 Euro auf 1,22 Euro zurückging (minus 16 Prozent) oder der Bereich Rochlitz/Seelitz, wo der Wert von 1,13 Euro auf 1,03 Euro pro Quadratmeter sank (minus neun Prozent).

Spitzenpreise in Bäckerstraße

Was bebaute Grundstücke und Bauland betrifft liegt das Döbelner Stadtzentrum derzeit an der Preis-Spitze im Landkreis. So liegt zum Beispiel der vom Gutachterausschuss ermittelte Bodenrichtwert im Bereich der Bäckerstraße Nummer 8 bis 14 bei 166 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Im Petriviertel in der Freiberger Altstadt beträgt der Wert 104 Euro (2016: 82 Euro).

Speziell zu Döbeln erklärt Pressesprecher Kaiser: „Im Stadtgebiet von Döbeln wurden die beiden förmlich festgelegten Sanierungsgebiete per Satzung aufgehoben. Somit waren für diese Sanierungswertzonen neue Bodenrichtwertzonen zu bilden. Der gemäß Gutachten des Gutachterausschusses ermittelte Endwert bildet nun den aktuellen Bodenrichtwert.“

Wertsteigerungen in Baugebieten

Wertsteigerungen sind auch in ausgewiesenen Eigenheimgebieten der größeren Städte zu verzeichnen – in Döbeln liegen sie zwischen vier und 16 Prozent. Den größten Anstieg mit 43 Prozent gibt es für den Freiberger Wohnpark „Friedeburg“, wo der erschlossene Quadratmeter Bauland jetzt mit 105 Euro bewertet ist (2016: 73 Euro). Im ländlichen Bereich schwanken die Bodenrichtwerte für Bauland im Vergleich zu den beiden Vorjahren im Durchschnitt zwischen einem und vier Euro mehr oder weniger pro Quadratmeter.

6 994 Kaufverträge in zwei Jahren

Die neuen Bodenrichtwerte für Bauland hat der Gutachterausschuss für jede Gemarkung des Landkreises ermittelt. Die Richtwerte für landwirtschaftliche Nutzflächen (Ackerland/Grünland/Wald) sind für jeden Gemeinde- beziehungsweise Stadtbereich erfasst. Grundlage für die Ermittlung der Bodenrichtwerte war auch diesmal die Kaufpreissammlung, welche in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführt wird. Gemäß dem Baugesetzbuch ist jeder Notar verpflichtet, jeden Vertrag, durch den sich jemand verpflichtet, Eigentum an einem Grundstück zu übertragen, in Abschrift dem Gutachterausschuss zu übersenden. In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt 6 994 Kaufverträge erfasst und ausgewertet. Insgesamt wurden 1 184 Bodenrichtwerte ermittelt.

https://webgis.landkreis-mittelsachsen.de

Von Olaf Büchel

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