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Döbeln Lokalheld 2019: Claus-Dieter Andrä aus Leisnig – mit wachen Sinnen durch die Stadt
Region Döbeln Lokalheld 2019: Claus-Dieter Andrä aus Leisnig – mit wachen Sinnen durch die Stadt
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10:04 27.05.2019
Vorgeschlagen für die Aktion Lokalheld: Claus-Dieter Andrä aus Leisnig, in seinem Museum. Quelle: Sven Bartsch
Leisnig

Bei manchen Menschen fragt man sich: Woher nehmen sie eigentlich ihre Energie, sich immer wieder einzusetzen, damit die Allgemeinheit etwas davon hat? Zu diesen Menschen gehört in Leisnig Claus-Dieter Andrä, und er nimmt einen teil der Antwort gleich vorweg: Weil meine Frau da überall mitzieht, oder wie das so sagt, hinter mir steht und den Rücken stärkt. Ohne sie ginge das alles gar nicht.“ Weil also Monika Andrä im Hintergrund dabei ist, wirkt bei den Andräs die Kraft der zwei Herzen. Und beide schlagen für Leisnig.

Ein Museum – und noch viel mehr

Vorgeschlagen als „Lokalheld“ wurde Claus-Dieter Andrä wegen des Technikmuseums. In dem Gebäude der alten Nudelfabrik hat er das Museum für historische Fahrzeuge eingerichtet. Die privat geführte Sammlung erinnert an das Leben in der DDR, zeigt zudem verschiedene Handwerke, die heute kaum noch oder sehr selten ausgeübt werden.

Archive aufgegebener Vereine fanden in dem Museum einen Raum, darunter Exponate der Kleinbühne Kotte mit dem größten Teil der Requisiten, Bühnenbilder und den Marionettenpüppchen.

Alte Fahrzeuge komplettieren die Sammlung sowie historische Motoren. Einmal jährlich, zum Blütenfest, werden sie angeworfen - ein Highlight des Jahres, das viele Gäste nach Leisnig zieht. Im Grunde ist es viel mehr, was Andräs Wirken für die Stadt ausmacht.

Die DAZ stellt die Nominierten für den Lokalheld 2019 vor. Quelle: DAZ

Stadtratsmitglied war er unter zwei Leisniger Bürgermeistern, bei Heiner Stephan und bei dessen heute amtierendem Nachfolger Tobias Goth, „und zwar als FDP-Mann“, will Andrä etxra betont haben. Darin schwingt durchaus auch der Gedanke mit: Geht es um die Leisniger Stadtpolitik, da sollte man wegen unterschiedlicher Parteizugehörigkeiten nicht unbedingt kleinlich ein. „Man muss schon ehrlich um Verständigung bemüht sein. Sonst wird doch nüscht“, sagt er pragmatisch.

Trotzdem lässt Claus-Dieter Andrä keinen Zweifel aufkommen: Konfliktscheu ist er nicht. Sitzt er in einer Stadtratssitzung in den Zuhörerreihen, ist von ihm auch eine Wortmeldung zu erwarten. Und die kann sich unter Umständen auch gewaschen haben.Sich für das Gemeinwesen zu engagieren, ist eine Art Charaktereigenschaft von ihm, die er wie folgt begründetet: „Es sollen alle Leute etwas davon haben. “ Gibt es einen Engpass, dann möchte er mit dabei helfen, ihn aus der Welt zu schaffen. „

Das war schon immer meine Sache. Naja, und dann ergab sich das mit der Nudelfabrik. Ich war auch schon immer Sammler – das passte also gut.“

Wachen Sinnes in der Stadt unterwegs

Das Oldtimertreffen in Leisnig hob er mit aus der Taufe, und er freut sich, dass dieses in gewandeltem organisatorischen Rahmen noch immer existiert und gut läuft. Sein Straßenbau-Unternehmen, einst gegründet vom Großvater Emil Freiberg in Sornzig, hat er längst an seinen Sohn Gerd weiter gegeben. Aus den lokalpolitischen Aktivitäten klinkte sich Claus-Dieter Andrä ebenfalls nach und nach aus. „Das muss ich mit 82 Jahren jetzt nicht mehr machen“, sagt er. Eine feste Größe ist er in der Stadt trotzdem noch immer. Ein Rezept jedenfalls, wie er für Leisnig am Puls der Zeit bleibt, beschreibt er mit wenigen Worten, und das hat mit dem Alter wenig zu tun: „Da hilft es, wachen Sinnes in seiner Stadt unterwegs zu sein.“

Die weiteren Nominierten für den Lokalheld 2019

Andreas Riethig aus Döbeln im Dauereinsatz fürs Ehrenamt

Siegfried Hempel aus Bennewitz als heldenhafter Müllsammler

Claus-Dieter Andrä aus Leisnig – mit wachen Sinnen durch die Stadt

Uwe Glawion aus Roßwein ist zur Stelle, wenn andere Hilfe brauchen

Tatjana und Jörg Thiele aus Binnewitz pflegen Familie

Von Steffi Robak

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