Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Am neuen Autobahnzubringer in Döbeln-Ost wird gebaggert und gerüttelt
Region Döbeln Am neuen Autobahnzubringer in Döbeln-Ost wird gebaggert und gerüttelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 26.01.2018
Mit einem Bohrgerät werden an der neuen Trasse Rüttelstopfsäulen in der Erde versenkt. Das dient der Baugrundstabilisierung. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Nach dem offiziellen ersten Spatenstich am neuen Autobahnzubringer der Bundesstraße 175 in Döbeln-Ost (Gake) im vergangenen September ist nun an der größten Straßenbaustelle der Region einiges in Bewegung.

„Deas Abtragen des Oberbodens an der künftigen neuen Trasse ist abgeschlossen. Ebenso wurden die Leitungen der Telekom umverlegt und ein altes Regenrückhaltebecken abgetragen“, sagte Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Das neue Regenrückhaltebecken wird aktuell weiter ausgehoben. Auch die Arbeitsebene für die Rüttelstopfsäulen wurde bereits hergestellt. Das ist im Moment auf der Baustelle im Vorbeifahren gut zu sehen. Diese Rüttelstopfsäulen werden mit einem Bohrgerät, ähnlich wie bei den Bohrpfahlwänden der Flutmauern in der Innenstadt, hergestellt. Bei der neuen Bundesstraße 175 dienen diese Betonsäulen in der Erde der Baugrundverbesserung.

Parallel laufen Abbrucharbeiten am ehemaligen Kleinbahnbahnhof Kleinmockritz, der sich auf dem künftigen Trassenverlauf befindet.

Größtenteils wird die neue Straße zur Autobahnanschlussstelle Döbeln-Ost samt Brücken und Regenrückhaltebecken neben der vorhandenen Bundesstraße errichtet. Verkehrseinschränkungen wird es also nur geben, wenn im Bereich zwischen dem Marktkaufkreisel und der Kreuzung am Chausseehaus gebaut wird. Bei diesem Teilstück handelt es sich um den kompliziertesten Abschnitt des Bauvorhabens, weil in diesem Bereich die meisten Medien liegen. Laut Bauträger, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), war vorgesehen, diesen Teil halbseitig zu bauen, um die Zufahrt zu den beiden an der Straße liegenden Tankstellen zu gewährleisten. Für den Durchgangsverkehr sollte die Straße allerdings trotzdem gesperrt sein, für die Umfahrung war das Gewerbegebiet mit den beiden Zu- und Ausfahrten Marktkauf-Kreisel und ATU vorgesehen. Weil in diesem Bereich sehr viele Medien umzuverlegen sind und das halbseitig schwierig wird, möchte die Strabag die Straße gern komplett bauen und vollsperren. Dazu müssen allerdings die Zufahrten zu beiden Tankstellen über das Gewerbegebiet hergestellt werden. Mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr wird dieses Vorgehen gerade noch verhandelt. Im Frühjahr soll es losgehen. Mit den beiden Pächtern der Aral- und Total-Tankstelle sind die vorbereitenden Gespräche bereits gelaufen, sie haben ihre Zustimmung zum Strabag-Vorschlag bereits gegeben. Dieser sieht auch die Anbindung der beiden Tankstellen über das Gewerbegebiet vor. Stimmt das Lasuv dem Vorschlag der Strabag zu, würde das Unternehmen noch eine Baustraße ausgehend vom Gelände des ehemaligen Opel-Autohauses bis hin zur Total-Tankstelle bauen, damit sie für die Kunden erreichbar bleibt.

Bis voraussichtlich Ende 2019 wird die B 175 neben der Gakendelle zweistreifig mit jeweils 3,50 Meter breiten Fahrbahnen ausgebaut. Die jetzige Strecke gilt als Unfallschwerpunkt.

Von Thomas Sparrer

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schon immer gilt am Edeka-Markt die Regelung, dass Kunden für ihren Einkauf im Markt bis zu zwei Stunden kostenfrei parken können und dazu eigentlich eine Parkscheibe einlegen sollten. Das wird künftig wieder strenger kontrolliert. Seit Ende 2017 stehen am Parkplatz große Hinweisschilder, um die neue Regelung schrittweise bekannt zu machen.

26.01.2018

Die Gemeinde Kriebstein arbeitet immer noch fieberhaft am Haushaltsplan für 2018. Die derzeitige Fassung ist zwar ausgeglichen, stieß während der Beratung in der Gemeinderatssitzung am Montagabend jedoch trotzdem auf heftigen Gegenwind. Es werde unglaubwürdig geplant und nicht an den richtigen Stellen gespart, so ein Vorwurf.

23.01.2018
Döbeln Nach Sturmtief „Friederike“ - Friedhof in Hartha kommt noch nicht zur Ruhe

Sturm „Herwart“ kam im Spätherbst und forderte nur ein paar Baumspitzen, „Friederike“ war für den Friedhof in Hartha nun weit verheerender. Doch die Aufräumarbeiten laufen gut, auch dank ehrenamtlicher Unterstützung. Bleibt die Frage zu klären: Wer kommt für ein beschädigtes Grab auf? Die Daz hat nachgefragt.

18.04.2018