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Döbeln Anonyme Plakatierer von Leisnig bringen Jugendclub AJZ unter Verdacht
Region Döbeln Anonyme Plakatierer von Leisnig bringen Jugendclub AJZ unter Verdacht
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18:25 12.08.2019
Wer klebt denn sowas? AJZ Leisnig fühlt sich zu Unrecht unter Verdacht gestellt. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Wer klebt denn sowas? Nachdem vor einigen Tagen Unbekannte zum Boykott vom Altstadtfest aufriefen, meldeten sich Vertreter vom ortsansässigen Jugendclub AJZ schriftlich bei der Stadtverwaltung. Sie distanzieren sich von der unerlaubten Plakatieraktion. Unterm Deckmantel von „Antifa RDL“ (Roßwein Döbeln Leisnig) wurde der geplante Auftritt der Band Limited Booze Boys als „Nazikonzert“ bezeichnet.

AJZ-Vorstand schreibt an die Stadt

Jetzt wurde schon wieder neu geklebt, mit frei verkäuflichen Aufklebermotiven, an Schildern und Laternen. Wolfgang Rölle (CDU), stellvertretender Bürgermeister von Leisnig, bestätigt: Vom Verein, der den öffentlichen Jugendclub nutzt, ging ein Schreiben ein.

Bereits zur jüngsten Stadtratssitzung fragte Robin Reg´n vom AJZ-Vorstand offiziell an, wie die Stadtverwaltung den Auftritt dieser Band sieht. Auch wenn der Anfragende in der Außendarstellung von Bandmitgliedern in sozialen Netzwerken rechte Gesinnung erkennt: Aus Sicht der Stadt steht dem Band-Auftritt nichts entgegen - auch nach Prüfung durch den Verfassungsschutz nicht. Im Nachhinein sieht es so aus, als stehe die Anfrage im Zusammenhang mit der anonymen Plakatier-Aktion.

Anonyme Aktion schadet Jugendclub

Die unter der Bezeichnung „Antifa RDL“ anonym agierenden Plakatierer nehmen also billigend in Kauf, dass links denkende AJZ-Besucher unter Verdacht fallen. Das kann dem Ruf vom Verein und der Jugendeinrichtung durchaus schaden. Rölle: „Wir bauen im Sinne unseres Stadtfestes auf die Vernunft, auch auf die der linken Szene im Leisniger AJZ. Es wäre doch nicht schön, wenn wir zum Beginn unser Altstadtfestes gleich Rechte und Linke voneinander trennen müssten.“ Das Fest solle auf keinen Fall leiden. „Lasst uns doch erst einmal feiern und dann gemeinsam schauen, was uns gut gelungen ist und ob wir noch etwas anderes machen können.“

Aufkleber gibts bei Leipziger Online-Versand

Bei der Kleber-Aktion, die auf das unerlaubte Plakatieren folgte, geht es gleich um „Sächsische Zustände angreifen“ und „den rechten Konsens brechen“. Die Aufkleber, und wenn man möchte, auch T-Shirts mit diesem Motiv, kann jedermann bei einem in Leipzig ansässigen Online-Versand mit ordentlichem Impressum auf der Home-Page bestellen. In Leisnig ist das allles vor allem eins: Ärgerlich. Denn, so verlautet vom Bauhofleiter Ralf Hermann: „Wir haben Besseres zu tun, als schon wieder los zu ziehen um das Zeug von Schildern und Masten zu kratzen.“

Von Steffi Robak

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