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Döbeln Auf Burg Kriebstein fließt „Der süße Brei“
Region Döbeln Auf Burg Kriebstein fließt „Der süße Brei“
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00:46 21.04.2018
Svenja Jung (24) und Merlin Rose (25) spielen die Hauptrollen in „Der süße Brei“. Quelle: Foto: Bartsch
Kriebstein

Die Sonne strahlt, Vögel zwitschern und hoch über der Zschopau thront erhaben die Burg Kriebstein. Die Märchenhafte Atmosphäre vereinnahmt der Burgberg. Doch der schein trügt. Denn eine Hungersnot bedroht das Land – so jedenfalls die Ausgangssituation von der „Der süße Brei“. Für die Dreharbeiten zu dieser vom gleichnamigen Märchen aus der Feder der Gebrüder Grimm inspirierten Geschichte nahm die etwa 30-köpfige Produktion sieben Tage lang die Burg in Beschlag. Auftraggeber sind der MDR und das ZDF. Zu Weihnachten soll der Märchenfilm über die Mattscheiben flimmern.

Die Burg Kriebstein entpuppte sich in der Planung der Dreharbeiten als Glücksgriff. Errichtet im 14. Jahrhundert bietet sie die ideale Kulisse für den Märchenstoff, den die Autoren in genau dieser Zeit anlegten. „Deswegen musste auch gar nicht viel verändert werden“, sagt Burgleiterin Susanne Tiesler. "Die Dachrinnen und Leuchten wurden abgedeckt, im Außenbereich wurden die Eingangssäulen verkleidet und sonst konnte alles so bleiben, wie es ist.“ Die Kulissenbauer zauberten schließlich noch einen Brunnen, der dem Burghof fehlt, und konstruierten ein zusätzliches Tor. Das sagte auch Regisseur Frank Stoye, unter anderem bekannt für „Der Zauberlehrling“, direkt zu: „Die Kriebstein ist genauso schön, wie ich es erwartet habe – besonders in Verbindung mit der Zschopau, die den märchenhaften Charakter noch einmal verstärkt.“ Das Gemäuer liefere das, was andere Burgen in dieser Form nur selten können: Motive, die nicht direkt durch die Ausläufer einer Stadt gestört werden.

Sieben Tage lang drehte ein rund 30-köpfiges Produktionsteam auf Burg Kriebstein Szenen für den Märchenfilm „Der süße Brei“. Zu Weihnachten soll die Geschichte im ZDF ausgestrahlt werden.

Davon zeigten sich auch die beiden Hauptdarsteller Svenja Jung und Merlin Rose begeistert. "Von der Burg bin ich sehr beeindruckt. Ich wusste gar nicht, dass so etwas noch hier steht“, so die 24-jährige Schauspielerin, die in ihrer Rolle der Jola verzweifelt nach etwas Essbarem für ihre Familie sucht und der dabei die Tonscherbe eines legendären Topfes, der auf Kommando süßen Brei kocht, in die Hände fällt. Auf der Suche nach den restlichen Teilen lernt sie Roses Charakter Veit kennen. Der ist zwar charmant, trägt aber ein dunkles Geheimnis mit sich. „An solchen Märchen interessiert sind natürlich oft Kinder“, betont Dr. Irene Wellershof aus der verantwortlichen ZDF-Redaktion. „Aber die Figuren sind komplex genug, dass es auch interessant für Erwachsene wird.“ Die Schauspieler freuen sich über den vielschichtigen Stoff, der nicht nur mit Schablonen daherkommt. „Jola ist keine typische Prinzessin, sondern eine Art Anti-Heldin mit wahnsinniger Kraft, Mut und Ehrlichkeit. Das ist sehr inspirierend für uns alle“, findet Jung. Ihre Rollenvorbilder sind Jeanne d’Arc und Ronja Räubertochter – bei genauerem Hinsehen ein schöner Ausdruck der tonalen Vielfalt, auf die Macher von „Der süße Brei“ offenbar abzielen.

Von André Pitz

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