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Döbeln Notaufnahmen in Leisnig und Döbeln bleiben
Region Döbeln Notaufnahmen in Leisnig und Döbeln bleiben
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14:50 27.04.2018
Keine Sorgen brauchen sich die Menschen im Altkreis Döbeln wegen der Notaufnahmen in Leisnig und Döbeln zu machen. Quelle: dpa
Region Döbeln

Alarmstimmung herrschte in den vergangenen Tagen beim Thema Notaufnahmen. Etliche müssten schließen, weil der Gesetzgeber die Standards hochschraubt. Und wer die nicht erfüllt, kriegt kein Geld mehr von der Kasse. In der Region Döbeln ändert sich zum Glück nichts. Die Spitäler behalten ihre Notfallambulanzen.

In Leisnig bleibt alles, wie es ist

Das Helios-Krankenhaus Leisnig wird seine neue Notaufnahme nicht umsonst gebaut haben. „Die Helios Klinik Leisnig hält die vom Gemeinsamen Bundesausschuss geforderten medizinischen Strukturen, insbesondere sechs Intensivbetten mit Beatmungsgeräten sowie die Fachbereiche Innere Medizin und Chirurgie, vor. Damit erfüllen wir die Voraussetzungen für die Teilnahme an der stationären Notfallversorgung. Das bedeutet, dass wir für unsere Patienten auch zukünftig eine zügige, notwendige und im Ernstfall lebensrettende Medizin gewährleisten können“, erklärt Peggy Kaufmann, Geschäftsführerin der Helios-Klinik Leisnig, auf Nachfrage der DAZ.

Döbeln wird neue Standards erfüllen

Auch die Menschen im Einzugsgebiet des Klinikums Döbelns brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass die Notaufnahme schließen muss. „Das Klinikum Döbeln erfüllt die Voraussetzungen für eine Basisversorgung. Damit bleibt die Notaufnahme erhalten“, sagt Martin Preißer, Verwaltungsleiter des Döbelner Krankenhauses. Elf Behandlungsplätze stehen für Akut-Patienten zur Verfügung, darunter der Schockraum mit spezieller intensivmedizinischer Ausrüstung. Außerdem hat das Krankenhaus auch die geforderten Fachbereiche für Chirurgie und Innere Medizin.

Hintergrund: Gemeinsamer Ausschuss beschließt neue Regeln

Patienten werden in Notfällen künftig voraussichtlich weniger Krankenhäuser vorfinden, die offiziell für solche Situationen eingerichtet sind. Die verbleibenden Notfallkliniken sollen dafür garantieren, dass sie die Patienten auch angemessen betreuen können. Das sieht ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen vor, den das Gremium am Donnerstag in Berlin fasste. Von den heute 1748 Krankenhäusern sollen künftig nur noch 1120 entsprechende Zuschläge bekommen. Somit könnten 628 Häuser aus der Notfallversorgung herausfallen.

Der Bundesausschuss ist das höchste Entscheidungsgremium im deutschen Gesundheitswesen und bestimmt die Versorgung nach den Vorgaben der Politik.

Notfall-Krankenhäuser müssen demnach künftig über eine chirurgische oder unfallchirurgische und innere Abteilung verfügen. Kommt der Patient in die Notaufnahme, soll er binnen zehn Minuten erfahren, mit welcher Priorität er behandelt wird. Ein Facharzt und bei Bedarf ein Anästhesist muss innerhalb von 30 Minuten beim Patienten sein können. Die Klinik muss zudem eine Intensivstation mit mindestens sechs Betten haben.

DKG-Präsident Gerald Gaß warnte davor, dass noch mehr Kliniken nach den strengen Vorgaben den Notfallstatus verlieren könnten als vom Ausschuss errechnet und dass Rettungswagen künftig längere Wege hätten. Die DKG rief die Bundesländer auf, „die teilweise überzogenen Kriterien nicht anzuerkennen“. Gaß warnte, die Not vieler Notfallpatienten könnte größer werden.

Quelle: dpa

Martin Preißer würde aber begrüßen, dass die Vergütung für die Notaufnahmen in Krankenhäusern generell verbessert wird.

Von Dirk Wurzel

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