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Döbeln Autoliv-Werk bekommt in den nächsten Wochen einen neuen Eigentümer
Region Döbeln Autoliv-Werk bekommt in den nächsten Wochen einen neuen Eigentümer
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19:00 06.08.2018
Das Autoliv-Gelände wird gerade vom Freistaat verkauft. Quelle: Gerhard Schlechte
Döbeln

Das ehemalige Fabrik-Gelände von Autoliv an der Eichbergstraße im Westen der Stadt Döbeln steht unmittelbar vor dem Verkauf. Das bestätigt Stefan Wagner, kommissarischer Geschäftsführer des Staatsbetriebes Zentrales Flächenmanagement (ZFM), der sich für das Sächsische Finanzministerium um solche Immobilien kümmert.

„Die Verhandlungen mit dem potenziellen Käufer sind nach wie vor noch nicht endgültig abgeschlossen. Grund dafür ist, dass ist es noch einmal zu einer geringfügigen Veränderung des Umfangs der zu verkaufenden Flächen und Gebäude gekommen war. Das hat dazu geführt, dass auf Seiten des Käufers nochmals interne Klärungen und Gespräche erforderlich waren“, so Wagner. Deshalb hatte sich der ursprünglich geplante Zeitpunkt der Beurkundung des Kaufvertrages verschoben. „Das kommt in unserem Geschäft leider immer wieder vor“, so der Geschäftsführer. Er rechnet jedoch damit, dass der Verkauf des Autoliv-Geländes in den nächsten drei bis vier Wochen abgeschlossen werden kann. Bei dem potenziellen Käufer soll es sich um ein gewerbliches Unternehmen handeln.

Seit zwei Jahren ist das Werksgeländer verwaist. Quelle: Gerhard Schlechte

Vor zwei Jahren wurde das ehemalige Autoliv-Werk an der Döbelner Eichbergstraße in einen Dornröschenschlaf versetzt. Acht Monate lang wurden die Werkhallen und Gebäude, in dem bis 2014 Gurtstraffer für Autos hergestellt wurden, als Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates für Flüchtlinge genutzt. Seit dem 1. Juli 2016 ist die Einrichtung geschlossen. Ursprünglich war sie einmal für die Erstaufnahe und Betreuung von bis zu 600 Flüchtlingen gedacht. Doch mit der Schließung der Balkanroute ebbte die Zahl der ankommenden Flüchtlinge massiv ab. Das sächsische Innenministerium entschied daraufhin, dass Erstaufnahmen nur noch in den drei Großstädten betrieben werden. Bei einem starken Anstieg der Flüchtlingszahlen werde auf sogenannte Stand-by-Unterkünfte zurückgegriffen. Doch die extra vom Freistaat Sachsen gekaufte ehemalige Autoliv-Fabrik galt auch nicht als eine solche Standby-Unterkunft. Zuletzt wurden Teile des Geländes als Lager von Utensilien für Flüchtlinge genutzt.

Seit zwei Jahren ist das Werksgeländer verwaist. Quelle: Gerhard Schlechte

Deshalb will der Freistaat Sachsen das Gelände wieder loswerden. Darum kümmerte sich der dem Sächsischen Finanzministerium angegliederte Staatsbetrieb Zentrales Flächenmanagement (ZFM). Mindestens 1,5 Millionen Euro möchte der Freistaat für das knapp 18 000 Quadratmeter große Gelände mitten im Gewerbegebot Döbeln-West erzielen. Fünf teilweise mehrgeschossige Gebäude gehören dazu. Vier davon sind Werkhallen, die als Produktionsstätten und Lager nutzbar sind. Im Verwaltungsgebäude befinden sich vorrangig Büros. Alle Gebäude verfügen über Heizungs- und Sanitäranlagen und sind zum Teil unterkellert. Auf dem Nachbargrundstück soll demnächst auch das neue Döbelner Polizeirevier errichtet werden.

Von Thomas Sparrer

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