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Döbeln B175-Baustelle bei Hartha: Kosten steigen, Verzögerung möglich
Region Döbeln B175-Baustelle bei Hartha: Kosten steigen, Verzögerung möglich
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15:28 12.07.2019
Baustellenmarathon: Der letzte Teil des Bauprojekts in Hartha ist nun dran. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Die Sanierung der B175-Kreisel am Harthaer Kreuz ist beendet und am letzten Bauabschnitt am Harthaer Ortseingang wird derzeit gearbeitet. Wer sich freut, dass der Baustellenmarathon in der Industriestadt bald ein Ende hat, bekommt einen Dämpfer: Da das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf unerwartete Probleme mit dem Altasphalt gestoßen ist, könnte sich der Sanierungsabschluss verzögern.

„Wir liegen im Wesentlichen im Plan und rechnen mit einer Verkehrsfreigabe in der Woche vom 29. Juli bis 2. August“, sagt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Wegen der Probleme seien Änderungen im Projekt erforderlich gewesen, die zurzeit behoben werden. Daher könnten sich die Sanierungsarbeiten am Ortseingang von Hartha verzögern. Siebert gehe davon aus, dass die Bauzeit bei guter Wetterlage und optimalem Ablauf nicht überschritten werde. „Mehrkosten aus der Thematik Asphalt müssen wir allerdings einkalkulieren“, sagt die Sprecherin. Die Gesamtkosten der Sanierungen an den Kreiseln und Teile der B175 lagen zu Anfang bei rund 625.000 Euro.

Autofahrer nutzen Schleichwege durch Steina

Ärgern könnten sich vor allem Bewohner in Steina. Offiziell führt die Umleitung über die B169 sowie über die Autobahn bei Leisnig. Während der Vollsperrung am Harthaer Kreuz suchten Autofahrer Schleichwege durch die Industriestadt. Das gleiche Spiel gilt nun auch für Steina. Die meisten Autofahrer versuchen über den kleinen Ort schneller an ihr Ziel zu gelangen. „Wir wussten ja, dass die Vollsperrung kommt, so dass wir uns darauf eingestellt haben“, sagt Steinas Ortsvorsteherin Carin Lau. So fahren Kolonnen von Autos über die engen Straßen von Steina. „Normalerweise kann man etwas mehr in der Mitte fahren, aber mit dem ständigen Gegenverkehr geht das nicht. Vor allem die Radfahrer sind gefährdet“, sagt Lau.

Fahrradwege gibt es nicht und an den Fahrbahnrändern weisen die Straßen Schlaglöcher auf. „Wer die Dorfstraße kennt, der bemerkt neue Schäden“, erzählt ein Ortskundiger, der anonym bleiben möchte. Viele Autos mit fremdem Kennzeichen fahren nun über diese Straße und der Verkehr sei gestiegen. Dies bestätigt auch die Ortsvorsteherin. „Man weicht immer wieder den entgegenkommenden Autos aus, so dass die Ränder stark befahren werden“.

Durchfahrt für Lastwagen verboten

Autofahrer sind dabei das geringere Problem. Schilder im Ort weisen darauf hin, dass die Weiterfahrt für den Lieferverkehr frei sei. Vom Hotel Mercure kommend in Richtung Hartha fahrend, steht ein gelbes Schild. Es zeigt einen Lastwagen und einen Pfeil nach rechts. Lastwagenfahrer werden dazu aufgefordert in Richtung B175 zu fahren, anstatt weiter über Schleichwege. „Eigentlich sollen keine Lastwagen durch Steina fahren“, sagt Bauamtsleiter Ronald Fischer. Und doch nutzen auch sie den schnelleren Weg. „Mir ist letztens einer entgegen gekommen. Das sollte doch eigentlich nicht so sein“, erzählt Lau.

Für Lastwagenfahrer ist Steina ganz offiziell tabu, Autofahrer hingegen kann man nicht daran hindern, Schleichwege statt der offiziellen Umleitung zu nutzen.

Von Nicole Grziwa

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