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Döbeln Baggern für die neue Döbelner Brücke – weitere Flutschutzmauern kommen 2021
Region Döbeln Baggern für die neue Döbelner Brücke – weitere Flutschutzmauern kommen 2021
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19:04 05.04.2019
Für den Bau der neuen Muldenbrücke wird am Ende der Schillerstraße seit Donnerstag der Oberboden abgebaggert. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Für den Bau der neuen Muldenbrücke an der Schillerstraße werden seit dieser Woche auf dem Baufeld die ersten Erdmassen bewegt. Die Firma Baulogistik Döbeln rückte mit Baggern und Lkw an. Die Döbelner Baufirma hatte nach der Ausschreibung den Zuschlag für den Brückenbau erhalten. 5,5 Millionen wird die knapp 100 Meter lange neue Brücke kosten. Bis November 2020 soll sie fertig sein.

Brücke Straße des Friedens: Beton kommt im Mai

An der zweiten Döbelner Brückenbaustelle liegen die Arbeiten ebenfalls im Zeitplan. Anfang November dieses Jahres soll der Verkehr an der Straße des Friedens wieder über den Flutgraben führen. Bis Ostern soll die Brückenschalung stehen. Im Mai wird der Brückenunterbau betoniert. Das kündigte Thomas Zechendorf, zuständiger Projektleiter der Landestalsperrenverwaltung am Donnerstagabend im Döbelner Stadtrat an. Kommende Woche werden im Abschnitt zwischen der neuen Brücke Straße des Friedens und der Niederbrücke die letzte Bohrpfähle eingebaut. Dann werden die Betonpfahlmauern wie üblich verblendet und die Mauerkronen gebaut. „Dann haben wir in dem Abschnitt den Schutzstatus erreicht“, so Zechendorf.

Uferpromenade kommt

Die Baugeräte ziehen nächste Woche in den letzten Bauabschnitt der Flutmulde zwischen Brücke Bahnhofstraße und Steigerhausplatz weiter. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 soll die verbreiterte Flutmulde komplett fertig sein. Am Pferdebahnmuseum entsteht parallel eine Uferpromenade. Auch am Steigerhausplatz wird das Ufer terrassenförmig gestaltet.

Mauern entlang der Wappenhenschanlage

2021 geht es mit dem Bau von Hochwasserschutzmauern zwischen der Oberbrücke und dem Klinikum weiter. Der Bau der Flutschutzmauern in dem Abschnitt wird so getaktet, dass es erst mit den Mauern losgeht, wenn der Brückenbau von der Schillerstraße zur Sörmitzer Straße durch ist. „Wir wollen nicht vor dem Klinikum zwei Baustellen haben“, sagt dazu Thomas Zechendorf.

Die Hochwasserschutzmauern entlang der Wappenhenschanlage werden in der selben Form mit Betonbohrpfählen und Verblendungen errichtet wie im Flutraben. Lediglich an der denkmalsgeschützten Mauer am Wappenhenschstift muss ein anderes Verfahren angewendet werden, weil es dort am Aufgang zur Oberbrücke recht eng ist.

In einem späteren Bauabschnitt wird auch noch das Ensemble der Färberhäuser geschützt.

Wann kommen die Stadtteile dran?

„Warum geht es nach dem Hochwasserschutz für die Innenstadt nicht nahtlos mit den Ortsteilen Großbauchlitz bis Technitz weiter“, wollte Stadtrat Hermann Mehner (SPD) wissen. „Nach der Flut 2002 hat der Freistaat Sachsen Hochwasserschutzkonzepte an allen Gewässern erster Ordnung erarbeiten lassen. Döbeln stand dabei in der Prioritätenliste ganz oben. Erst wenn alle diese Hochwasserschutzmaßnahmen mit höchster Priorität abgearbeitet sind, geht es in die nächste Ebene. Es ist einfach noch nicht dran“, so Thomas Zechendorf.

Wie steht es um die Rückhaltebecken flussaufwärts?

„Wie steht es um die Rückhaltebecken in Mulda und Oberbobritzsch, die für Döbelns Hochwasserschutz bedeutsam sind?“, wollt Stadtrat Kay Hanisch (Die Linke) wissen. Nach einer Klage werde an den Planungen des einen Beckens nachgebessert. Deshalb durchlaufe das zweite Becken ebenfalls noch eine zweite Planungsrunde, um ähnliche Streitereien vor Gericht zu vermeiden.

Wird die Mulde auch ausgebaggert?

Stadtrat Sven Weißflog (Freie Wähler) wies auf Sedimentablagerungen und Heger im Flussbett hin, etwa am Zusammenfluss beider Muldenarme am Steigerhausplatz. „Gibt es Pläne bei der Landestalsperrenverwaltung diese auszubaggern?“ „Ich gehe davon aus. Ich nehme das mit. Wir prüfen das“, so der Projektleiter.

Von Thomas Sparrer

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