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Döbeln Bald gibt’s Informationen aus dem Telefonhäuschen
Region Döbeln Bald gibt’s Informationen aus dem Telefonhäuschen
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16:03 09.07.2019
Eine Telefonzelle soll in Roßwein künftig als Infopunkt dienen. (Symbolbild) Quelle: (Archiv) Wolfgang Sens
Rosswein

Die Roßweiner haben ihre Liebe zu alten Telefonzellen entdeckt – könnte man meinen. Zumindest wissen einige pfiffige Köpfe die ausrangierten Kommunikationshäuschen zu nutzen. Nachdem bereits in der Döbelner Straße eine alte Zelle zweckentfremdet und zu einer Büchertausch-Börse umfunktioniert wurde, soll noch in diesem Jahr eine alte Telefonzelle als immer geöffneter Informationspunkt in Roßwein aufgebaut werden. Initiator der Geschichte ist Enrico Korth vom Dampfmaschinenverein, der als Träger des Projektes auch den Antrag auf Fördermittel beim Landratsamt gestellt hat.

Jederzeit Zugang für jeden

Bis jetzt gibt es keinen richtigen Informationspunkt in Roßwein, der Tag und Nacht zugängig wäre, sagt Enrico Korth. Das war der Ausgangspunkt seiner Überlegungen: „Es soll etwas geben, wo jeder jederzeitig Zugang hat“, sagt er. Also hat er sich in die Spur begeben, eine Telefonzelle bestellt und Fördermittel dafür beantragt. Über den Ehrenamtsfond des Landkreises wird das Projekt zu 50 Prozent gefördert, die Mittel müssen bis Dezember verwendet sein. Im dritten Quartal, schätzt Enrico Korth, kann er die Zelle aus Berlin abholen. Dabei wird er von Roßweiner Unternehmen unterstützt. Genauso wie bei den Arbeiten, die danach erforderlich sind, um aus der alten magentafarbenen Telefonzelle einen erkennbaren Informationspunkt zu machen. Auch der Bauhof wird beim Aufbau helfen. Bürgermeister Veit Lindner findet die Idee gut, er hat den Fördermittelantrag unterstützt.

In den Stadtfarben Rot-Weiß soll das Häuschen gespritzt werden und oben drauf kommt eine dreiseitige Werbung, die die Zelle als Info-Point kennzeichnet. Im Innern müssen dann noch Regale eingebaut werden, in den Flyer und Informationsmaterial jedweder Art Platz finden.

Standortsuche am Radweg

Und wo soll das gute Stück aufgestellt werden? Das steht noch nicht hundertprozentig fest, sagt Enrico Korth. Auf jeden Fall aber am Radweg, der durch Roßwein an der Mulde entlang führt. „Vielleicht am Stollen oder an der Mühlenbrücke am Parkplatz“, sind seine Überlegungen. Betreut wird die Infozelle dann von Enrico Korth, der hofft, dass sie lange schön aussehen und von Vandalismus verschont bleiben wird.

Die erste Telefonzelle, die in Roßwein zweckentfremdet aufgebaut wurde, ist ein Projekt von Hildegard Beyer, die Anfang Mai vor dem Rehazentrum in der Döbelner Straße ihre kleine Büchertauschbörse eröffnet hat.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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