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Döbeln Bauhof in Mockritz soll saniert werden
Region Döbeln Bauhof in Mockritz soll saniert werden
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00:49 29.04.2018
Sanierungsbedürftig zeigt sich der Vierseithof in Mockritz, in dem auch der Gemeindebauhof untergebracht ist. Quelle: Fotograf Sven Bartsch
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Mockritz

Zur letzten Gemeinderatssitzung des Jahres in Westewitz kurz vor Weihnachten hatten der kommissarische Bürgermeister Jörg Burkert und Kämmerin Sabine Voigtländer einen klaren Auftrag an die Gemeinderäte gegeben: Ideen für Investitionsvorhaben im Jahr 2018 sammeln. „Alle Räte sollten sich Gedanken machen und ihre Vorstellungen zu Papier bringen, damit in den Ausschüssen diskutiert und ein Haushaltsplan mit fundierten Zahlen vorbereitet werden kann“, bat Voigtländer.

Jörg Burkert beraumte sogleich eine Ausschusssitzung für den 9. Januar an, an der nicht nur alle Ratsmitglieder, sondern auch die Mitglieder der verschiedenen Ausschüsse teilnehmen dürfen, um niemanden von der Ideenfindung auszuschließen. „Wir sollten die Liste von 2017 aktualisieren, was wir dann 2018 davon realisieren wollen“, schlug Ratsmitglied Sebastian Wloch vor.

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Der kommissarische Bürgermeister hat bereits einige Ideen geäußert, was auf dieser Liste stehen könnte – beispielsweise der Friedhof Westewitz oder die kommunalen Wohnblöcke im selben Ort. Sicher darauf erscheinen dürfte der Gemeindebauhof in Mockritz, der später in besagter Sitzung noch einmal eine Sonderrolle einnahm. „Hier müssen wir uns überlegen, was wollen wir daraus machen“, forderte Wloch.

Ratsmitglied Stefan Frust schlug eine Vor-Ort-Begehung vor. „Wir müssen mal dort sehen, was wäre notwendig“, sagte er und betonte: „Das Gebäude längs der Straße ist kaputt. Das müsste mal weg. Für alles andere müssen wir einen Plan machen, wie wir das gestalten wollen.“

Jörg Burkert hat da schon genauere Vorstellungen: „Wir hatten das schon mal besprochen, dass wir vielleicht die linke Seite auf dem Hof abreißen und die rechte Seite sanieren“, erklärte er. Ein Blick auf das betagte Gebäude zeigt, was die Räte meinen. „Wenn man auf den Vierseithof kommt , ist die linke Seite total marode“, sagt Burkert.

Doch auch innen soll sich etwas tun. Der neue Unimog wird pünktlich Ende Januar erwartet. So lange sichert ein baugleiches Ersatzgerät den Winterdienst ab. Doch auch andere Gerätschaften des Bauhofs sind in die Jahre gekommen und sollen ersetzt werden, um Ausfälle und zu hohe Reparaturkosten wie beim Unimog zuletzt (die DAZ berichtete) zu vermeiden.

Noch ist im Haushaltsplan für 2018 alles möglich, zumal es so aussieht, als ob die Kommune sich beim Breitbandausbau viel Geld spart. Den Förderbescheid vom Bund über 1,614 Millionen Euro hatte Burkert kurz vor Weihnachten persönlich beim Bundesverkehrsminister in Berlin abgeholt. Die Mittel vom Freistaat stehen noch aus, wobei der Eigenanteil der Kommune wegfallen dürfte.

Von Sebastian Fink