Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Baumtod geht auf dem Waldheimer Friedhof um
Region Döbeln Baumtod geht auf dem Waldheimer Friedhof um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:33 29.08.2019
Hier standen mal drei Fichten auf dem Waldheimer Friedhof. Aber diese hatten Borkenkäfer befallen, woran die Bäume starben. Quelle: Dirk Wurzel
Waldheim

Die Kettensägen werden bald wieder kreischen auf dem Waldheimer Friedhof. Denn die Trockenheit lässt die Fichten sterben. Weil die Bäume weniger Harz produzieren, sind sie anfälliger für Borkenkäfer. Die haben bereits elf Fichten den Garaus gemacht, weitere lässt Friedhofsverwalter Tino Heymann demnächst fällen.

Bäume können nur unzureichend Harz bilden

Sie heißen Kupferstecher und Buchdrucker, doch so harmlos wie ihre Namen sind die Baumschädlinge nicht. Sie graben zunächst sogenannte Muttergänge in die Rinde, bis sie in der Bastzone angekommen sind. Dann locken sie mit Duftstoffen die jeweiligen Partner an, treffen und paaren sich unter der Rinde und legen Eier. Die Larven fressen schließlich die Tochtergänge. Dort verschließen sie die Kapillaren, die Leitungsbahnen des Baumes, die Wasser und Nährstoffe transportieren. Dadurch ist der Baum dem Tod geweiht. Normalerweise wehrt sich eine gesunde Fichte mit ihrem Harz gegen die Käfer – verklebt sie sozusagen. Daran sterben die Insekten. Aber in trockenen Zeiten haben die Bäume nicht genügend Wasser, um ausreichend Harz bilden zu können.

„Innerhalb von drei Wochen gingen die Bäume kaputt“

So wie jetzt schon das zweite Jahr hintereinander in Sachsen. „Innerhalb von drei Wochen gingen die Bäume kaputt, davor waren sie noch grün“, sagt der Friedhofsverwalter und zeigt auf die charakteristischen Bohrlöcher, die die Käfer beim Eindringen in den Baum hinterlassen. Dazu kommt das Holzmehl, das in den Spinnenweben an einem Baum hängt – ein typisches Zeichen, dass hier der Buchdrucker sein Vernichtungswerk verrichtet. „Laubbäume symbolisieren auf dem Friedhof die Vergänglichkeit, immergrüne Nadelbäume, wie die Blaufichte, die Ewigkeit“, sagt Tino Heymann. Neben Fichten stehen auf Waldheimer Friedhof noch andere Nadelbäume, wie Kiefern und die obligatorischen Lebensbäume. Diesen macht die Trockenheit aber nicht so zu schaffen. Auch den Laubbäumen nicht, wobei einige Eschen unter anderen Schädlingen leiden, wie etwa den Pilzen, die für die Eschentriebsterben verantwortlich sind.

Konzept soll aufgestellt werden

Ersatz wird für die gefällten und noch zu fällenden Bäume vorerst nicht gepflanzt. „Dazu wollen wir zunächst ein Konzept aufstellen“, sagt der Friedhofsverwalter. Dabei geht es auch darum, dass mögliche neue Bäume mögliche neue Grabreihen nicht behindern. Die Stubben der gefällten Bäume bleiben ebenfalls im Boden – zumindest solange der Platz nicht für neue Gräber gebraucht wird. Diese nehmen sowieso immer weniger Fläche auf dem Friedhof ein, was an dem Wandel der Bestattungskultur liegt. Urnen brauchen weniger Platz als Särge. Darum gibt es auf dem Waldheimer Friedhof, der sich auf einer Fläche von 2,9 Hektar erstreckt, große freie Flächen.

Von Dirk Wurzel

14 neue Auszubildende und fünf junge Leute für das Freiwillige Soziale Jahr wurden am Mittwoch feierlich am Klinikum Döbeln begrüßt.

29.08.2019

Jetzt wird sie wieder abgeholt. Die Behelfsbrücke über die Zschopau bei Schweta wird zurückgebaut, weil der Ersatzneubau fertig ist. Ein Megakran soll dafür am Dienstag seine Arbeit verrichten.

29.08.2019

Wer hat Roßweins neu gestalteten Schuldurchgang schon wieder beschmiert? Das will die Stadtverwaltung nun endlich wissen. Hinweisgeber will die Verwaltung jetzt mit Geld belohnen.

29.08.2019