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Döbeln Bewegung in Leisniger Geschäftswelt
Region Döbeln Bewegung in Leisniger Geschäftswelt
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17:29 31.05.2018
Wo Licht ist, ist auch Schatten - und umgekehrt. In den vergangenen Monaten haben Geschäfte in der Leisniger Innenstadt geschlossen. Es öffnen neue oder sie ziehen um. Quelle: Wolfgang Sens
Leisnig

In der Geschäftswelt von Leisnig, Landkreis Mittelsachsen, bewegt sich etwas: Es zieht wieder Leben in leer stehende Geschäfte an der Chemnitzer Straße. Auf einem Teil der Ladenfläche von ehemals Expert Lindner öffnet am Montag Karsten Müller sein Handelshaus.

Ziel: Sortiment erweitern

Künftig verkauft er nicht nur Berufsbekleidung, wie bisher an seinem Geschäft am Markt. „Ich möchte das Sortiment erweitern“, sagt er und hat dabei im Blick, dass mit der Schließung von Expert Lindner das Angebot von Batterien und Druckerpatronen verloren ging.

Karsten Müller zieht mit seinem Handelshaus für Berufsbekleidung in das Geschäft von Frank Lindner in der Chemnitzer Straße. Quelle: Steffi Robak

Batterien, Akkus und Haushaltsgegenstände kommen dazu

Der Präsentationsständer für Batterien und Akkus steht noch da, wie Frank Linder ihn hinterlassen hat. Zumindest diese Angebotslücke will Müller schließen, ist wegen Druckerpatronen mit einem Anbieter im Gespräch. Auch einige Haushaltsgegenstände will er zusätzlich mit ins Sortiment nehmen. Kehrblech und Handfeger, so etwas solle es künftig bei ihm und damit innenstadtnah zu kaufen geben.

Mehr Ladenfläche zur Verfügung

„Ich habe hier mehr Ladenfläche als in meinem bisherigen Geschäft. Das soll sich in einem erweiterten Angebot niederschlagen“, sagt er. In dem Ladengeschäft wird derzeit um- und ausgebaut. Hauseigentümer Frank Lindner will die Räume im hinteren Bereich abtrennen und separat zugänglich machen.

Weiterer Interessent für hintere Räume

Dafür gibt es einen weiteren Interessenten, der die Räume etwa zum Herbst beziehungsweise Jahresende nutzen möchte. Es werden dann im weiteren Sinne Büro-Räume. Lindner hat sein Ladengeschäft dann also wieder vermietet.

Türkische Geschäftsfrau kauft Haus am Markt

Für Müller sei der Umzug an die Chemnitzer Straße vor allem reizvoll gewesen wegen der Erweiterungsmöglichkeit. Das Haus am Markt, wo Karsten Müller bisher Berufsbekleidung vertrieb, ist verkauft an eine türkischstämmige Geschäftsfrau aus Colditz. Ob beziehungsweise wann sich dort etwas tut, ist offen.

Döner-Laden am Markt erweitert

Allerdings hat sich im Haus nebenan im Dönerladen von Gürdal Karadag etwas getan: Er hat sein Geschäft räumlich erweitert, die Inneneinrichtung zu einem schicken kleinen Diner umgestaltet. Am Markt ist es sonst mehr oder weniger still, was neue Geschäftsansiedlungen anbelangt. „Wohnen mit Genuss“ von Carmen Plötz hat sich vor Monaten bereits nach oben ausgedehnt: Über dem Geschäft im Erdgeschoss sind Räumlichkeiten so hergerichtet, dass Gesellschaften ausgerichtet werden können.

Noch keine Lösung für Café Lauf und Bäckerei Liebsch

An der Südseite des Marktes unterdessen steht neben dem Café Lauf auch das ehemalige Bäckereigeschäft von Swen Liebsch noch leer. Für Letzteres soll es Interessenten geben, doch die Nachfrage ergab: Es ist noch nichts in Sack und Tüten. Deshalb wird darüber auch nicht gesprochen.

Radios im früheren Buchladen

In der Chemnitzer Straße, wo Beate Kuchs ihren kleinen Buchladen schloss, öffneten zuletzt die Gebrüder Otto einen Elektro- beziehungsweise Hifi-Laden. Unter anderem nehmen sie dort Geräte älterer Semester zur Reparatur an – ein Geschäftsmodell, dass sich jetzt bewähren muss.

Früher Lottoladen, heute Geschäft für Kinderkleidung

Ähnlich sieht es aus mit dem früheren Lotto- und Tabakladen einige Meter weiter. Der war geschlossen worden, weil die Betreiberin wieder in ein festes Angestelltenverhältnis wechseln wollte und ihr das auch gelang. Aus der Familie der Vermieterin fand sich jetzt jemand, der ein für diese Stelle neues Geschäftsmodell auf den Weg bringen möchte.

Claudia Thalheim eröffnete im früheren Tabak- und Lotto-Laden ein Geschäft für Kinderkleidung aus zweiter Hand. Quelle: Steffi Robak

Second-Hand-Kleidung für Kinder aus der „Flohkiste“

Claudia Thalheim bietet gebrauchte Kinderkleidung für kleine Preise an. Alles liegt größenweise gebunden im Regal. Zudem ist das eine oder andere selbst genähte Stück zu haben. Ihr Geschäft hat sie „Flohkiste“ genannt. Hinter Claudia Thalheim stehen weitere drei Mütter: „Wer Kinder hat, weiß, dass sie schnell aus ihrer Kleidung wachsen. Dann sind die Kleider viel zu schade zum wegwerfen. Sie können in einer anderen Familie noch gute Dienste tun.“

Früher auf Märkten unterwegs, jetzt mit festem Laden

Bisher habe sie zusammen mit weiteren Eltern etablierte Flohmärkte wie in Riesa oder Döbeln angefahren, um dort zu verkaufen. Gebrauchte Kinderkleidung sei gefragt, so ihre Erfahrung. „Wir wollen uns jetzt das Hin- und Her und Ein- und Auspacken ersparen und das Angebot in einem festen Geschäft etablieren“, schildert sie. Geöffnet hat sie zunächst dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Mittwoch aller 14 Tage will wie am Nachmittag 15 bis 17 Uhr aufmachen.

Geschäftsmodell setzt auf Nachhaltigkeit

Weil sie erst vor zwei Wochen öffnete, kaufe sie vorerst keine Kleidung an und bittet dafür um Verständnis. Generell ist der Auffassung, gebrauchte Kinderkleidung sei zu schade für den Container. Ihr Geschäftsmodell basiert für sie auch auf dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Von Steffi Robak

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